Überlebenshilfe im Bistum Chinhoyi

Das Bistum Chinhoyi kämpft jeden Tag neu ums Überleben, wie das ganze Land Simbabwe. Politischer Stillstand, wirtschaftlicher Zusammenbruch und regionale Dürren haben eine Dauernotlage in tiefer Armut geschaffen. Die Kirche ist da oft der einzige Rettungsanker. Sie gibt den Menschen nicht nur Hoffnung, sondern auch praktischen Beistand.

Von deutschen Jesuiten aufgebaut

In Simbabwe übernimmt die Kirche schon lange Aufgaben, die der marode Staat nicht mehr für das Gemeinwohl erfüllt. Im Norden des südafrikanischen Landes lässt sich das beispielhaft verfolgen: Das Bistum Chinhoyi, das einst von deutschen Jesuiten aufgebaut wurde, leistet Schulbildung, Gesundheits­versorgung und Sozialhilfe für die größten­teils völlig mittellose Land­bevölkerung. Die Menschen nutzen die Pfarreien mit Schulen und Krankenhäusern – darunter 17 Missions­stationen im dünn besiedelten Busch – als lebens­wichtige Anlaufstellen.

Improvisieren in der Armut

Von einer „totalen Verarmung“ in der Region berichtet Dieter Scholz SJ. Der deutsche Jesuit war von 2006 bis Februar 2016 Bischof von Chinhoyi. „Die Menschen sind so verarmt, dass sie ihre Kinder nicht mehr auf die Schulen schicken können, dass viele auch nicht ins Krankenhaus gehen, weil sie die Gebühr von einem US-Dollar nicht aufbringen.“ Doch die Gemeinden in Simbabwe sind zum Glück sehr lebendig und aktiv. In jeder Pfarrei gibt es unterschiedliche Gruppen, Gilden und kleine christliche Gemeinschaften, die das pastorale und soziale Netzwerk der Nachbarschaftshilfe bilden.

Kranken, Aidswaisen, Witwen und alten Menschen wird mit Grundnahrungsmitteln wie Speiseöl und Maismehl durch Eng­pässe geholfen. Oft springt eine Pfarrei ein, wenn Eltern die Schulgebühren nicht aufbringen können. Priester und Gemein­de­mitarbeiter organisieren den Bau von Brunnen und Wasserspeichern. In der Selbstversorger-Landwirtschaft der äußerst trockenen Gegend sind Ernteausfälle unbedingt zu vermeiden.

Gemeinsam in die Eigenständigkeit

Für Dieter Scholz SJ ist die Zeit gekommen, die Verantwortung für die Ein­richtungen des Bistums in die Hände der jungen einheimischen Priester zu übergeben. An begabtem Nachwuchs mangelt es nicht. Eine große Sorge bleibt allerdings: Die Diözese ist genauso arm wie ihre Bewohner. In Simbabwe gibt es kein zentrales Kirchensteue­­r­system. Jede Pfarrei ist selbst verantwortlich, für den Lebens­unterhalt des Priesters und die Kosten der Gemeinden aufzu­kommen. Doch niemand kann teilen, was er nicht hat.

Dieter Scholz hofft daher auf Solidarität aus Deutsch­land. „Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen, eine Partnerschaft zwischen einer Pfarrei in Deutsch­land und einer Mission oder einer Pfarrei hier in unserer Diözese zu schließen. Da kann man dann Projekte gemeinsam entwickeln und fördern.“ Diese Projekte könnten pastoraler Art, aber auch Entwicklungsprojekte sein. Der simbabwische Priester Walter Chenyika, der die Caritas in der Diözese Chinhoyi leitet, schließt sich an. „Die Begegnung mit den Menschen, die Hilfe brauchen, ihre große Dankbarkeit für das Wenige, das wir tun können, gibt mir die Energie, mehr arbeiten zu wollen und auch unsere Partner im Ausland davon zu überzeugen, dass wir die Fähigkeit haben, Spenden transparent und sinnvoll einzusetzen.“

Film: Hoffnung statt Zukunftsangst – Über das Leben im Bistum Chinhyoi (19.59 min.):

Lesen Sie hier das komplette Interview mit Bischof Dieter B. Scholz SJ

Projekt X31123 Bistum Chinhoyi

Land:
Simbabwe

Partner:
Bischof der Diözese Chinhoyi

Zielgruppe:
Arme Landbevölkerung im Bistum Chinhoyi.

Kontext:
Das Bistum Chinhoyi ist für viele letzte Anlaufstation.

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Verwendungszweck:
X31123 Chinhoyi

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