Stan Swamy SJ: Verlegung ins Krankenhaus!

Sein Einsatz für die Rechte der indigenen Adivasi wird kriminalisiert: Pater Stan Swamy.

In den letzten Wochen hat sich der Zustand des Jesuiten und Menschenrechtsaktivsten – seit 8. Oktover 2020 wegen angeblicher „staatsfeindlicher Aktivitäten“ inhaftiert – rapide verschlechtert. Nun hat der Bombay High Court angeordnet, dass der 84-Jährige in ein Krankenhaus verlegt wird.

Pater Swamy leidet an Parkinson, das Corona-Virus breitet sich unter Insassen und Personal des Taloja Central Jail rapide aus. Bereits vergangene Woche wurde er für Untersuchungen in ein öffentliches Krankenhaus gebracht; am Freitag, 28. Mai, hat das Gericht die Regierung von Maharashtra angewiesen, Pater Swamy für zwei Wochen in das Holy Family Hospital zu verlegen, wo er die nötige medizinische Versorgung bekommt. Die Kosten muss er selbst tragen.

Nach dem Klinik-Aufenthalt will das Gericht über einen Antrag zur Aussetzung der Haft aus medizinischen Gründen auf Kaution entscheiden.

Missionsprokurator Pater Klaus Väthröder SJ:
„Angesichts der nationalen Pandemie-Katastrophe ist der Umgang mit dem kranken 84-jährigen Stan Swamy menschenverachtend und zynisch. Wir fordern die indischen Behörden auf, Pater Swamy unverzüglich die notwendige medizinische Versorgung zukommen zu lassen und die konstruierten Terrorismus-Vorwürfe gegen ihn und seine Mitgefangenen fallen zu lassen!"

Pater Swamy und seine 15 Leidensgenossen sind in ganz Indien bekannt für ihren engagierten und mutigen Einsatz für die Rechte der indigenen Bevölkerung. Jeder ihrer Anträge auf Freilassung gegen Kaution wurde bislang konsequent abgelehnt.

Internationale Petition: Freiheit für Pater Swamy

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