Perspektiven auf Steuergerechtigkeit und Armut

Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion „Die Linke“ und der Bamberger Erzbischof: Mit einer ungewöhnlichen Podiumsdiskussion lockte am Donnerstagabend Veranstalter P. Dr. Jörg Alt SJ, Leiter des Forschungsprojekts „Steuergerechtigkeit und Armut“, knapp 300 Gäste in den großen Saal des Nürnberger Caritas-Pirckheimer-Hauses. Thema des Fachgesprächs, das von CPH-Direktor Dr. Siegfried Grillmeyer moderiert wurde: „Christlich? Humanistisch? Engagement für Steuergerechtigkeit und gegen Armut“.

Wer eine hitzige Diskussion zwischen Sahra Wagenknecht und Dr. Ludwig Schick erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht: „Als Katholische Kirche reden wir mit allen Parteien“, stellte der Erzbischof klar; auf der Suche nach Schnittmengen im Engagement für mehr soziale Gerechtigkeit wurde man fündig, obgleich auch einige Unterschiede deutlich wurden. Einigkeit herrschte etwa in der Forderung nach einem starken Sozialstaat und in der Ablehung eines bedingungslosen Grundeinkommens, Differenzen wurden in den Bereichen „Erbschafts- und Vermögenssteuer“ deutlich.

Pater Alt resümiert die katholische Position: „Steuern sind nicht das einzige und nicht das beste, aber ein wichtiges Instrumentarium im Bemühen von Gesellschaft und Staaten hin zu mehr Gerechtigkeit.“

So berichtete die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) über die Podiumsdiskussion

Schlusswort von P. Dr. Jörg Alt (li.) nach der Podiumsdiskussion mit Sahra Wagenknecht und Erzbischof Dr. Ludwig Schick, moderiert von Dr. Siegfried Grillmeyer. Foto: Simon Lochbrunner

Zwei Weltanschauungen, weitgehende Einigkeit für mehr soziale Gerechtigkeit: Sahra Wagenknecht und Erzbischof Dr. Ludwig Schick (li.) mit Moderator Dr. Siegfried Grillmeyer. Foto: Simon Lochbrunner

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