Gemeinsam die Klimakatastrophe verhindern: eine letzte große Chance

Die Welt am Kipppunkt: Ein halbes Jahr vor dem Klimagipfel in Glasgow (COP21)  rufen am „World Earth Day“ jesuitische Organisationen die Staatengemeinschaft zum Handeln auf – und verpflichten sich zum Einsatz für den Schutz unseres Planeten und Klimagerechtigkeit für den Globalen Süden.

Wenn sich im November Vertreter von fast 200 Ländern zum UN-Klimagipfel (COP 26) in Glasgow versammeln, steht die Welt am Kipppunkt. COP26 ist vielleicht die letzte große Chance, unseren Planeten zu retten und eine Klimakatastrophe zu verhindern. Dieses Treffen wird entscheiden, wie der Planet aussehen wird, den wir zukünftigen Generationen hinterlassen.

Im Jahr 2015 wurde das Pariser Klimaabkommen als Meilenstein gefeiert auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft, um Emissionen zu reduzieren und die Erderwärmung zu stoppen. Letztendlich handelte es sich aber nur um eine grundsätzliche Vereinbarung, und die Schritte zur Umsetzung gerieten schnell ins Stocken.

Die ehemalige UN-Sekretärin für Klimawandel, Christiana Figueres, und der Klima-Aktivst Tom Rivett-Carnac warnen: Wenn die Temperaturen weiter in der jetzigen Geschwindigkeit ansteigen, „ist es klar, dass bis Mitte des Jahrhunderts das menschliche Elend groß sein wird, die Artenvielfalt dezimiert ist, und dass wir und unsere Kinder in einer Welt leben werden, die sich nicht mehr erholt.

Bis 2030 werden könnten 700 Millionen Menschen von Dürre aus ihrer Heimat vertrieben worden sein. 95% der Landflächen der Erde könnten bis 2050 nicht mehr bewohnbar sein.

Papst Franziskus lehrt, dass der Klima­wandel zwar alle betrifft, aber am meisten die ärmsten und am meisten ausgegrenzten Menschen. Dass dies wahr ist, wissen wir aus unserer täglichen Arbeit  und dem gemeinsamen Leben mit den Armen. Unser Engagement fußt auf diesen Erfahrungen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und unserem Glauben. Wir rufen alle Regierungen und alle Menschen dazu auf, jetzt zu handeln.

Bei der COP 26 müssen Entscheidungen vor allem zu diesen fünf Kernpunkten getroffen werden:

  1. Vervollständigung des Pariser Abkommens, damit die Umsetzung des Regelwerks beginnen kann
  2. Lösungen finden, die Menschenrechte gewährleisten und es allen Nationen ermöglichen, die Netto-Null-Emission bis 2050 zu erreichen
  3. Bereitstellung von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr, um die Länder des Globalen Südens zu unterstützen, die Klimaziele zu erreichen; Umstellung auf eine Politik, die nachhaltigeres Wirtschaften fördert, wie der europäische Green Deal
  4. Sicherstellen, dass Industrie und Wirtschaft für ihre Emissionen und die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zur Verantwortung gezogen werden
  5. Naturbasierte Lösungen (NBS), z.B. Wiederaufforstung, nachhaltige Landwirtschaft, ökologischer Hausbau, in den Abschluss des Regelwerks des Pariser Abkommens einbeziehen.

Solidarisch mit den Ausgegrenzten der Welt

Unsere jesuitischen Organisationen und ihre Mitarbeiter:innen verpflichten sich als Ignatianische Familie zu

  • stetem Einsatz für die Ziele des Pariser Abkommens von 2015, ohne Aufgeben oder Rückzug
  • der Zusammenarbeit mit anderen Befürwortern des Wandels, um die volle Beteiligung von Entwicklungsländern am COP26-Prozess zu ermöglichen
  • einer Praxis des Führens und Dienens: Projektpartnern im Globalen Süden zuhören – das Gehörte weitergeben – Zusammenarbeit anstreben
  • Ermutigen möglichst vieler Menschen, sich unseren Bemühungen anzuschließen und in Solidarität mit den Ausgegrenzten der Welt zu handeln
  • der Unterstützung indigener Völker beim Erarbeiten und Weiterführen o.g. naturbasierter Lösungen, um Wälder, Ozeane, Ökosysteme, Artenvielfalt und Biome zu schützen

Gemeinsam aktiv werden!

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