Forschen gegen Armut

Sein jüngster Streich: ein Offener Brief als Erinnerung, was „christlich-soziale Politik“ tatsächlich bedeutet. Seit 2010 leitet Pater Dr. Jörg unser Ressort für Forschung und Advocacy. Im Interview erklärt er, was es damit auf sich hat.

Pater Alt, wie fügt sich Advocacy in den Kanon Dienst am Glauben, Einsatz für Gerechtigkeit, Begegnung der Kulturen und Dialog zwischen den Religionen?

Die Arbeit der Jesuitenmission verfolgt drei Ziele: Zunächst möchten wir Projektpartner mit Spenden unterstützen. Sodann wollen wir informieren: Ein wiederkehrendes Thema sind  die  Zusammenhänge globaler Ungerechtigkeit, etwa, dass die Armut der Armen auch mit dem Reichtum der Reichen zusammenhängt. Und schließlich möchten wir, dass sich an diesen Unrechtsstrukturen etwas verändert.

Anwaltschaft also im Sinne von Lobbyis­mus für die Armen?

Anwaltschaft unterscheidet sich von Lobbyismus: Letzterer versucht, eigene Interessen voranzutreiben, Anwaltschaft möchte den Anliegen all jener, die weder eigene Stimme noch Gewicht haben, Gehör verschaffen.

Wie sieht Ihre Arbeit genau aus?

Zunächst haben wir uns auf Europa und Afrika beschränkt. Es gibt viele Probleme in der Welt, die haben viele Ursachen und viele Verantwortliche. Deshalb macht es Sinn, sein Aktionsfeld zu begrenzen. Zwischen Europa und Afrika gibt es viele Verbindungen: historisch, durch die Kolonialisierung oder die Arbeit unserer Missionare in Simbabwe, gegenwärtig durch Migration.

Offener Brief „Kennzeichen christlich-sozialer Politik“: Lesen und online unterzeichnen

Im Einsatz für Gerechtigkeit für Afrika: Pater Dr. Jörg Alt SJ (M.).

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