Ausstellung: Jesu Geburt in den Augen der Welt

Den Nürnberger Handwerkerhof schmücken zur Adventszeit in diesem Jahr vier Krippen aus dem Bestand der Jesuitenmission. Jedes der Kunstwerke aus aller Welt erzählt seigene Geschichte. Pater Joe Übelmesser kennt sie alle...

Pater Joe Übelmesser war von 1964 bis 1997 Leiter der Jesuitenmission. Neben seiner Leidenschaft für Gott und die Menschen pflegt er eine weitere: die für die Kunst. Es ist auch sein Verdienst, dass das Kunstarchiv der Jesuitenmission in Nürnberg über die Jahrzehnte mit einer Vielzahl von Kunstwerken und kunsthandwerklichen Objekten aus aller Welt gewachsen ist. Zwischen vielen Gemälden, Drucken und Skulpturen bedindet sich auch eine Zahl von Krippen. Vier dieser figürlichen Darstellungen der Geburt Jesu sind in diesem Jahr im Nürnberger Handwerkerhof gegenüber des Hauptbahnhofs zu sehen.

„Weltmission ist keine Einbahnstraße“

Gemeinsam mit Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas hat Pater Joe am 22. November die Freiluft-Ausstellung eröffnet und berichtete über die Hintergründe:

„Weltmission, also die Verkündigung des Evangeliums in anderen Länder, Sprachen und Kulturen, ist keine Einbahnstraße – zumindest sollte sie es nicht sein. Dieser Gedanke hat in der Jesuitenmission dazu geführt, nicht nur die Not von Menschen in aller Welt zum Thema zu machen, sondern den Wohltätern und Spendern auch Ideen, Texte, Bilder und Gegenstände aus diesen Ländern vorzustellen. Dabei nehmen Krippendarstellungen einen besonderen Raum ein.
Zunächst hatte die Jesuitenmission Künstler und Handwerker ermutigt und unterstützt, christlichen Szenen zu schaffen, die den Vorstellungen ihres eigenen Kulturkreises entsprechen. Bald schon haben uns die Partner in diesen Ländern von sich aus mit solchen Gegenständen und Bildern – und eben auch mit Weihnachtskrippen – beschenkt.“

Der Handwerkerhof Nürnberg am Altstadteingang „Königstor“ zählt zu den traditionellen Touristenzielen Nürnbergs. Die Krippen-Ausstellung kann dort bis Weihnachten täglich von 11 bis 22 Uhr besucht werden.

Weihnachten mit der Jesuitenmission:

Wurzelkrippe aus Tansania, Holzschnitzerei nach Art der Makomde: Das Makonde-Plateau im Süden von Tansania trägt den Namen einer ethnischen Gruppe von Schnitzern, die seit Generationen ohne Vorlagen die Ujamas (Lebensbäume) herstellen. Sie zeigen Szenen aus dem Leben einer Sippe oder eines Stammes, die sich oft um eine zentrale Figur ranken. Traditionell werden die Figuren aus Ebenholz gefertigt. Erworben für die Jesuitenmission 1980.

Keramik-Krippe aus Deutschland, gestaltet von Herrmann Weisenberger, 15 Teile. Schenkung an die Jesuitenmission 1980.

Joe Übelmesser vor einem Exponat aus Peru.

Krippe aus Simbabwe, vermutlich von David Mavhija geschnitzt aus Jakaranda-Holz. Die Heilige Familie mit dem Jesus-Kind in der Krippe, Ochs und Esel, drei Schafen, drei Magiern, Musikern und Hirten, darunter ein knieender Musiker mit typisch afrikanischem Zupfinstrument. Erworben für die Jesuitenmission 1980.

Eröffneten gemeinsam die Weihnachtssaison im Nürnberger Handwerkerhof: P. Joe Übelmesser (li.) und Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas.

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