Afghanistan: Das Trauma überwinden

F: JRS South Asia

Gewalt, Armut und  Perspektivlosigkeit lösen bei vielen Bürgern Afghanistans Posttraumatische Belastungstörungen (PTBS) aus. Vor allem Kinder und Heranswachsende leiden unter den Symptomen – eine große Herausforderung  für das schwache afghanische Sozialsystem. Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) hilft mit Workshops für Lehrkräfte.

Das Hauptaugenmerk des JRS liegt in Afghanistan auf der Entwicklungsarbeit für die Kinder und Jugendliche. Daher hat das JRS-Team in Herat im Oktober ein sechstägiges Beratungstraining für 58 Lehrer und Hochschul-Dozenten durchgeführt, 23 Frauen und 35 Männer. Die Workshops wurden von den Experten Clifford Desilva (Indien) und Quentin Dignam (Australien) durchgeführt. Im Mittelpunkt standen Beratungstechniken wie aktives und empathisches Zuhören, Selbstreflektion, konfrontatives Beraten und die Vermittlung anderer psychosozialer Beratungstechniken für traumatisierte Kinder und Jugendliche.

Um Praxiserfahrungen zu gewinnen, führten die Teilnehmer verschiedene Rollenspiele durch und nahmen so selbst die Position einer zu beratenden Person ein: „Dadurch habe ich viel über mich selbst erfahren und Lösungen für meine eigenen Probleme gefunden“, resümmiert die Lehrerin Ziba Rezaee. Und damit eben auch „die Fähigkeit, als Beraterin meinem Gegenüber seine persönlichen Optionen aufzuzeigen.“

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