Hilfe für syrische Flüchtlinge

Die Gewalt in Syrien eskaliert und der Konflikt hat längst dramatische Aus­wirkungen auf die ganze Region. Neun Millionen Syrer sind auf Hilfe angewiesen, zwei Drittel von ihnen sind Flüchtlinge im eigenen Land. Der Flüchtlings­dienst der Jesuiten hilft Familien in Syrien, Libanon, Jordanien und der Türkei.

Die Menschen leiden

Der 15. März 2016 markiert den traurigen fünften Jahrestag der Krise in Syrien. Was 2011 mit Demonstrationen junger Studen­ten für Demo­kratie und friedlichen Protesten gegen das Regime von Baschar al-Assad begann, hat sich zur größten humanitären Not­lage unserer Gegen­wart ausgeweitet. Mehr als zehn Millionen Syrer sind auf Hilfe angewiesen, zwei Drittel von ihnen sind Flücht­­linge im eigenen Land. Krieg und Gewalt haben sie aus ihren Häusern ver­trieben, ganze Viertel wurden zerstört, Schulen mussten schließen, Arbeits­plätze gingen verloren, Preise explodierten. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ führt in Teilen Syriens zusätzlich zu Angst und Schrecken. Mehr als 270.000 Todesopfer hat der Konflikt bisher gefordert und durch die zusammen­gebrochene Gesundheits­versorgung sind in einigen Regionen Syriens wieder Krankheiten wie Polio, Tuberkulose und Typhus aus­gebrochen. Die Menschen leiden. Und viele Nachbarländer sind durch die hohen Flüchtlings­zahlen längst am Rande ihrer Kapazitäten angelangt: Allein im kleinen Libanon sind 1,8 Millionen Flüchtlinge aus Syrien untergekommen. Jordanien, Türkei, Irak und Ägypten sind weitere Aufnahmeländer der rund vier Millionen syrischen Flüchtlinge in der Region.

Netzwerke der Hilfe

Über syrische Jesuiten, die mit lokalen Freiwilligen in Damaskus, Homs und Aleppo gut funktionierende Netzwerke der Hilfe aufgebaut haben, ist der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) eine der wenigen Organisationen, die nach wie vor die Notleidenden im Land selbst erreichen. Junge Christen und Muslime besuchen gemeinsam die Flüchtlingsfamilien, verteilen Decken, Matratzen, Kochgeschirr, Lebensmittel, helfen bei der Wohnungssuche, organisieren Betreu­ung, Unterricht, Spiele und Sport für die Kinder, um ihrem Alltag zumindest den Anschein verlässlicher Normalität zu geben.

„Eine Mörsergranate kann überall landen“

„Eigentlich gibt es keine wirklich sicheren Gegenden mehr in Syrien. Eine Mörsergrante kann überall und zu jeder Zeit landen“, erklärt Nader, der in Damaskus für den JRS arbeitet. „Am meisten macht mir zu schaffen, dass du nicht weißt, ob du die anderen jemals wiedersehen wirst, wenn du morgens aus dem Haus gehst“, sagt ein anderer Freiwilliger. Pater Nawras Sammour betont vor allem das Gefühl der Verlassenheit: „Nach so viel andauernder Gewalt sind die meisten in Syrien wirklich müde – müde und frustriert. Wir fühlen uns alleingelassen. Wir brauchen in Syrien mehr internationale Präsenz.“

Begleitung und Bildung

Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten hilft über die verschiedenen Programme mehr als 300.000 Menschen in Syrien und den Nachbarländern Libanon, Jordanien und der Türkei. Die Begleitung über Hausbesuche ist eine zentrale Säule der Arbeit. Denn das schafft Nähe und Vertrauen. Weitere Schwerpunkte sind psychosoziale Unterstützung und Bildungsprojekte für Kinder und Erwachsene. Die Jesuitenmission konnte die Nothilfe für syrische Flüchtlinge dank Ihrer Hilfe bisher mit 1,7 Millionen Euro unterstützen. Für jede Spende, jedes Gebet und Zeichen der Solidarität danken wir Ihnen herzlich!

Weitere Informationen:

Danke für Ihre Hilfe!

Seit 2008 arbeitet der Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) in Syrien und Jordanien. Damals ging es vor allem um die Begleitung irakischer Flüchtlinge. Heute ist der JRS eine der wenigen Organisationen, die nicht nur in den Nachbarländern, sondern auch noch in Syrien selbst den Flüchtlingsfamilien helfen können. Danke für Ihre Spende!

Projekt X31122 Syrien

Länder:
Syrien, Libanon, Jordanien, Türkei

Partner:
Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS)

Zielgruppe:
Zehn Millionen Syrer sind auf Hilfe angewiesen – im eigenen Land und als Flüchtlinge in Nachbarländern.

So können Sie helfen:

  • 50 Euro pro Monat kostet der Basiskorb mit Grundnahrungsmitteln für eine fünfköpfige Familie
  • 160 Euro reichen für die Monatsmiete einer Familie
  • 1.000 Euro kostet es, eine warme Mahlzeit für 2.500 Flüchtlinge pro Tag zu kochen

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