Trauer um Ludwig Wiedenmann SJ

Im Alter von 91 Jahren ist Pater Ludwig Wiedenmann SJ am Samstagnachmittag in einem Altenheim in Unterhaching verstorben. Bei ihm war vor kurzem eine Infektion mit dem aktuellen Coronavirus nachgewiesen worden. Von 1998 bis 2016 hatte Pater Wiedenmann das Nürnberger Büro von jesuitenweltweit und die Redaktion unseres Magazins weltweit mitgeprägt.

Ludwig Wiedenmann, der am 27. Juli 1928 in Regensburg geboren wurde und die letzten Kriegsjahre als Luftwaffenhelfer in Regensburg und Nürnberg erlebte, machte 1948 sein Abitur im Kolleg St. Blasien und trat danach in das Noviziat in Pullach ein. Nach seinen Studien wurde er 1956 in St. Michael in München zum Priester geweiht. Nach einem Aufbaustudium in Missionswissenschaft wurde er 1962 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom promoviert.

Seit 1961 arbeitete er bei der Zeitschrift ,,Katholische Missionen" in Bonn mit, von 1969 bis 1998 als Chefredakteur. Er war von 1971 bis 1975 Mitglied der Gemeinsamen Synode der deutschen Bistümer und Vorsitzender der Sachkommission Mission und Ökumene, außerdem war er Mitglied in vielen missionswissenschaftlichen Gremien und Fachberater für die 3. völlig neu bearbeitete Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche (Hrsg. Walter Kasper). Von 1979 bis 1988 war Pater Wiedenmann Direktor des Missionswissenschaftlichen Instituts MISSIO in Aachen.

Seit 1998 arbeitete er – in der für ihn so typischen Bescheidenheit, Freundlichkeit und Ausdauer – in der Jesuitenmission in Nürnberg und der Redaktion der Zeitschrift weltweit. 2016 zog er aus gesundheitlichen Gründen in die Seniorengemeinschaft der Jesuiten nach Unterhaching.

Pater Wiedenmann ist inzwischen der vierte Jesuit, der in den vergangenen drei Wochen in Unterhaching an COVID-19 verstorben ist.

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