Globales Lernen & Advocacy

Vielfältige Aufgaben für eine ganzheitliche Entwicklung Unsere Aufgaben als Jesuitenmission sind vielfältig. Doch grundsätzlich arbeiten wir mit den Menschen für die Menschen. Gemeinsam Verbesserungen für Länder und ihre Bevölkerung und auch die Umwelt zu erreichen, ist unser übergeordnetes Ziel. Um das zu erlangen, gehen wir verschiedene Wege.

Steuer gegen Armut

Mittel für soziale Zwecke

Die Jesuitenmission ist nach wie vor Mitglied im fünf-köpfigen Lenk­ungs­aus­schuss der Kampagne, in der inzwischen nahezu 100 Organisationen zusammen­arbeiten. Gemeinsam fordern wir die Verwendung der Erträge der neuen Steuer für nationale und internationale Armutsbekämpfung sowie den Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität. Auch viele bekannte Schauspieler und andere Personen der Öffentlichkeit setzen sich für die Finanz­trans­aktions­steuer und ihre Verwendung für soziale Zwecke ein.

Gerechtigkeitsdefizit bei der Bankenrettung

Als 2007/2008 das weltweite Banken- und Finanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs schlitterte, wurden Billionen Euro an Steuergelder zur dessen Refinanzierung und Stabilisierung aufgewendet. In keiner der nachfolgenden G20-Konferenzen wurde aber darüber gesprochen, wie der Finanzsektor an den Kosten, die er verursachte, beteiligt werden kann. Das ist umso skandalöser, da der einfache Bürger für jedes gekaufte und gehandelte Produkt Steuern zahlen muss, der Handel mit Finanzprodukten aber weitgehend von der Besteuerung ausgenommen ist.

Der Weg zur Finanztransaktionssteuer

Die Jesuitenmission initiierte und begann die Kampagne „Steuer gegen Armut“ am 17. Oktober 2009 mit einem Offenen Brief an die damals neu gewählte Bundesregierung. Insgesamt 32 Organisationen gehörten zu den Erstunterzeichnern. Die Kampagne forderte eine umfassende Steuer auf alle spekulationsrelevanten Finanz­trans­aktionen sowie die Verwendung der so resultierenden Einnahmen für die Bekämpfung von internationaler und nationaler Armut sowie den Schutz von Klima und Umwelt. Die Kampagne erwies sich als sehr erfolgreich und folgenreich: Ein wichtiger Durchbruch war dabei die Unterstützung einer gleichlautenden Petition durch ca. 66.000 Bürgerinnen und Bürger, die das Thema endgültig auf die Ebene der Bundespolitik hob. Anfang 2013 ist absehbar, dass die Finanz­trans­aktions­steuer zum 1. Januar 2014 in elf Ländern der Europäischen Union eingeführt werden wird. Es bleibt jedoch der Kampf um die Mittelverwendung in unserem Sinne.

Meilensteine

17. Oktober 2009
Start der Kampagne mit einem Offenen Brief an die neugewählte Bundesregierung

7. Dezember 2009
50.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern erreichen eine öffentliche Anhörung im Bundestag

20. Mai 2010
Bundesfinanzminister Schäuble verkündet, dass sich die Bundes­regierung für die Finanz­trans­aktions­steuer einsetzt

21./22. Juni 2011
Befürwortung der Einführung einer Finanz­trans­aktions­steuer von EU Finanz­kommissar

28. September 2011
Gesetzesvorschlag der EU-Kommission für eine Finanz­trans­aktions­steuer

9. Oktober 2012
Elf EU-Staaten geben bekannt, die Finanztransaktionssteuer im Rahmen der Verstärkten Zusammenarbeit einzuführen

21./22. Februar 2013
Die Kampagne trifft sich mit Spitzenvertretern der Bundestagsparteien und fordert, Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer für die Bekämpfung internationaler und nationaler Armut sowie den Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität zu verwenden

1. Januar 2014
Einführung der Finanz­trans­aktions­steuer in elf EU-Staaten ?!

Steuer gegen Armut

hier finden Sie weitere Informationen zur Kampagne.

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