Hilfe für die vertriebenen Rohingya

Die Flüchtlingskrise in Südasien eskaliert täglich. Fast eine Million Menschen vom Volk der Rohingya sind auf der Flucht vor dem Militär Myanmars, knapp 720.000 von ihnen haben sich ins benachbarte Bangladesch gerettet – 500.000 davon alleine seit Ende September 2017.

Flüchtlingskrise in Südasien

„Die meisten Geflüchteten sind Frauen und Kinder. Sie campieren am Straßenrand, hoffen auf Almosen. Tausende Waisen irren traumatisiert und orientierungslos durch die Straßen und betteln um Reis und Wasser“: Bei einem Besuch in einem Flüchtlingslager nahe der Stadt Cox‘s Bazar bot sich Anfang Oktober P. Stan Fernandes SJ, Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) Südasien, ein Bild des Grauens. Es gibt keine Unterkünfte und Sanitäranlagen, geschweige denn medizinische oder psychosoziale Angebote. Viele Menschen haben Schussverletzungen. Der JRS startet jetzt in Zusammenarbeit mit der lokalen Caritas eine Hilfsaktion für die Rohingya: Soforthilfe und nachhaltige Maßnahmen, vor allem für die Kinder.

Gemeinsam gegen das Elend

Die Jesuiten haben eine lange Tradition in Südasien. Die Caritas, die in der Grenzregion Nahrung, Trinkwasser, Kleidung und Plastikplanen ausgibt, hat daher den JRS als Partner gewonnen, um in dieser massiven Krise gerade den Jüngsten beizustehen: Über die Hälfte der Geflüchteten sind Kinder. „Wir wollen für 10.000 Familien Bildungsangebote
schaffen“, sagt Pater Fernandes. Pro Kind und Halbjahr belaufen sich die Kosten auf etwa 70 Euro. Auch die einheimische Bevölkerung in der ohnehin ärmsten Region Bangladeschs wird bei den Maßnahmen miteinbezogen.

Lange schwelender Konflikt

Die Jesuiten und ihre Mitarbeiter bleiben vor Ort und begleiten die Rohingya auch bei ihrer möglichen Rückkehr nach Myanmar. Der Konflikt zwischen der muslimischen Minderheit der Rohingya und der buddhistischen Mehrheit in Myanmar schwelt seit Jahrzehnten. Die Regierung räumt den Rohingya keine Bürgerrechte ein. Als Rohingya-Rebellen Ende August 2017 Polizei- und Militärposten angriffen, entflammte der Konflikt erneut. Das Militär reagierte mit „Räumungsaktionen“, bei denen viele Menschen ums Leben kamen.

Helfen Sie den Vertriebenen!

„Dieses Mädchen im Vordergrund hat seine Eltern und seinen Bruder verloren“, berichtet Pater Fernandes. "Mit Nachbarn hat sie sich bis zur Küste von Cox’s Bazar durchgeschlagen. Sie ist völlig verloren und weiß nicht, wohin sie gehen und was sie tun soll.“
Im Flüchtlingslager gibt es viele Kinder mit ähnlichen Geschichten. Sie brauchen Unterstützung – lassen wir sie nicht allein!

Projekt X33500 Rohingya

Land:
Bangladesch

Partner:
P. Stan Fernandes SJ

Zielgruppe:
Flüchtlinge vom Volk der Rohingya aus dem Grenzgebiet zu Myanmar, Schwerpunkt auf Familien und Kindern

Kontext:
Die Arbeit der Jesuiten in Bangladesch ein Projekt der Jesuitenkonferenz Südasien und des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) in Zusammenarbeit mit der Caritas

So können Sie helfen:

  • 70 Euro kostet ein halbes Jahr Unterricht pro Kind in einer der Schulen des JRS

Ihre Spende hilft

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X33500 Rohingya

Bank: Liga Bank
IBAN:DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC:GENO DEF1 M05