weltweit mit den Armen – Jesuitenmission

Die Jesuitenmission fördert weltweit ungefähr 600 Projekte in mehr als 50 Ländern. In den Bereichen, Bildung, Gesundheit, Menschenrechte, Landwirtschaft und Entwicklung suchen unsere Projektpartner lokale Lösungen mit den Menschen vor Ort. Alle Projektspenden leiten wir zu 100% weiter.

„Wir müssen in Führungskräfte investieren“: TV-Bericht des Bayerischen Rundfunks über „Jesuit Worldwide Learning“ in einem irakischen Flüchtlingscamp. Das Ziel von P. Peter Balleis SJ und seinen Mitsteitern: Hochschulbildung, um die Gesellschaft vor Ort zu stärken

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Mehr weltweite Projekte

Studieren im Flüchtlingslager

Im Sommer 2014 ging das digitale Bildungsprogramm JC:HEM an den Start. Ein Zusammenschluss von Jesuitenuniversitäten hat gemeinsam mit lokalen Teams des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) Hochschulkurse zu Flüchtlingen gebracht. Über eine Kombination aus Onlinekursen und Präsenzbegleitung konnten so junge Leute in Flüchtlingslagern weltweit studieren, die sonst niemals Zugang zu einer Universität gehabt hätten. Zwei Jahre später hat Pater Peter Balleis, der frühere Leiter der Jesuitenmission Deutschland, als Präsident die Leitung übernommen, den Sitz nach Genf verlagert, in Zusammenarbeit mit der Jesuitenhochschule in München ein Europabüro eröffnet und auch den Namen geändert. Aus JC:HEM wurde JWL. Es steht für Jesuit Worldwide Learning: Higher Education at the Margins – Jesuitisches Weltweites Lernen: Hochschulbildung an den Grenzen.

Neue Zentren im Nahen Osten

„In Zeiten, in denen Menschen in Europa und anderswo neue Mauern errichten, müssen wir aktiv gegensteuern“, betont Pater Balleis. „Schon jetzt studieren bei uns in multi-ethnischen und multi-religiösen Lerngruppen 348 Menschen aus 20 Nationen in sieben Ländern gemeinsam online, mit dem Ziel, ein Abschluss-Diplom zu erwerben. Mehr als 3.000 weitere junge Frauen und Männer machenan insgesamt 17 Standorten aktuell Sprachkurse und nutzen berufsbildende Angebote. Wir wollen diese Zahlen noch deutlich steigern.“ So sollen in Erbil und an drei weiteren Orten im Nordirak neue Lernzentren entstehen und eine bestehende Einrichtung im syrischen Aleppo sobald wie möglich wiedereröffnet werden.

Langfristiges Ziel: Studienprogramm mit europaweit anerkannten Bachelor-Abschlüssen

Das Regionalbüro in München treibt die akademische Vernetzung mit Institutionen in Europa voran und entwickelt Kursangebote zunächst zu den Themen Umweltbildung und Konfliktmediation, zu denen neben der Hochschule für Philosophie auch weitere Universitäten im In- und Ausland Inhalte beisteuern. Die Hochschule für Philosophie will langfristig zudem ein Online-Studienprogramm mit einem europaweit anerkannten Bachelor-Abschluss schaffen sowie JWL-Studienorte auch in Deutschland einrichten. Wie Johannes Wallacher, Präsident der Hochschule für Philosophie und Gründungsmitglied im Trägerverein von JWL für die Deutschen Provinz der Jesuiten, deutlich macht, fehlen hierzu aber noch die notwendigen Rahmenbedingungen. „Damit aus dieser Vision für Flüchtlinge und Marginalisierte in Bayern eine reale Chance wird, müssen die entsprechenden politischen Stellen mutig die richtigen Entscheidungen treffen“, gibt er zu bedenken.

Bildung für Menschen jeder Kultur und Religion

JWL ist getragen von internationalen Organisationen, Institutionen und Unternehmen und hat seinen Hauptsitz in Genf, wo auch UNO, WHO und UNHCR angesiedelt sind. JWL steht in der Bildungstradition des Jesuitenordens und richtet sich an Menschen jeder Kultur und Religion. Das erklärte Ziel von Direktor Peter Balleis ist es, mit dem Bildungsprogramm von JWL in Zukunft noch mehr Benachteiligte und Flüchtlinge zu erreichen. „Kritische, lösungsorientierte Persönlichkeiten auszubilden, ist der Schlüssel zum Frieden“, sagt er.
Seit Dezember 2016 bringt JWL über 250 Jugendlichen in den Flüchtlingslagern Khanke und Domiz und in den Städten Dohuk und Erbil im Nordirak ein Jahr lang Englisch bei. In der Folge wird JWL Kurse für den Abschluss „Diploma of Liberal Arts“ und berufsbildende Kurse anbieten. Der Bayerische Landtag engagiert sich mit 80 Stipendien, um auf diese Weise kritisches, demokratisches Denken zu fördern.

Die Partner

Jesuit Worldwide Learning arbeitet mit einer Allianz starker Kooperationspartner zusammen, um Benachteiligte und Menschen in Krisengebieten zu erreichen. Diese Partner betreuen die Studierenden vor Ort, geben ihr Wissen in Online-Kursen weiter oder stellen die technische Infrastruktur zur Verfügung. Die akademische Qualität des Programms gewährleisten Jesuiten-Universitäten auf der
ganzen Welt.

Hier eine Auswahl wichtiger Organisationen:

Projekt X81111 JWL

Länder:
Nordirak, Kenia, Malawi, Jordanien, Afghanistan, Thailand, Tschad, USA

Partner:
P. Peter Balleis SJ, JWL-Präsident

Zielgruppe:
Junge Flüchtlinge, die das Talent und den Willen haben, zu studieren

Kontext:
Bildungschancen für junge Menschen am Rande der Gesellschaft, um bereits jetzt in den Flüchtlings­lagern in die Zukunft der kriegszerstörten Länder zu inverstieren

So können Sie helfen:

  • Schon 1.900 Euro genügen, um einen akademischen Studienplatz in den Flüchtlingslagern Khanke und Domiz ein Jahr lang zu finanzieren
  • 1.300 Euro kostet ein Ausbildungsplatz für einen einjährigen Berufskurs
  • Für 550 Euro bringt JWL einem Studierenden ein Jahr lang Englisch bei.
  • Darin enthalten sind die Kosten für Solar­energie, Computerplätze, Kurse vor Ort und die akademische Begleitung durch die beteiligten Jesuitenuniversitäten.

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Verwendungszweck:
X81111 JWL

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