CANAT – Sozialprogramm für Kinder in Peru

Die Provinz Piura liegt im Nordwesten Perus. Hier ist das Leben eintönig und schwer. Viele Kinder müssen die Familie schon früh finanziell mit unterstützen. Deswegen können sie nicht einmal ihre Schulbildung beenden. – CANAT hilft ihnen bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Geschichten von Kindern und Jugendlichen, denen CANAT hilft:

Arbeit mit den Familien in den Außenbezirken

Damit die Kinder auch zu Hause in einem besserem Umfeld leben, arbeitet CANATmit den Familien, deren Kinder an einem der Ausbildungsprogramme teilnehmen. Es geht darum, den Kindern zu helfen, ihre Rolle in der Familie zu finden und das Zusammenleben in den Familien zu verbessern. Die Mitarbeiter von CANAT besuchen auch die Bewohner in den Außenbezirken der Stadt, die von der staatlichen Grundversorgung (Trinkwasser, Gesundheitswesen, Bildung usw.) ausgeschlossen sind. Meist handelt es sich um Immigranten. Die Sozialarbeiter beschäftigen sich mit den Kindern von 3 bis 12 Jahren. Durch spielerische Aktivitäten sollen ihre persönlichen Fähigkeiten entdeckt und gefördert, sowie ihre Persönlichkeit und ihre soziale Kompetenz gestärkt werden.

Pepe und sein Esel

Pepe mit seinem Esel. Die beiden fahren jeden Morgen los und fahren Wasser aus.

Pepe ist 13 Jahre alt, er mag Musik und Mathe und arbeitet gerne. Er lebt mit seiner Mutter und seiner Schwester, er ist der einzige Mann im Haus. Die Familie wohnt ohne fließend Wasser und ohne Strom. Seine Klassen­kameraden sagen, er ist sehr verantwortungsbewusst, oft kommt er müde in die Schule, manchmal auch zu spät, weil er seiner Mutter hilft. Eine seiner Freundinnen sagt: „Er ist ein Kind. Er sollte nicht arbeiten gehen.“ Seitdem er 7 Jahre alt ist, verdient er mit dem Verkauf von Wasser etwas dazu. Mittlerweile hat Pepe einen kleinen Esel, er kann so mehr Wasser transportieren. Eine große Hilfe, bei der täglichen Arbeit. Jeden Morgen steht er um 5 Uhr auf, frühstückt, arbeitet und geht dann über die sandigen Straßen in die Schule und danach zu Manitos. Dort bekommt er ein Mittagessen und Haus­aufgabenhilfe. „Ich möchte gerne arbeiten, für meine Mutter und meine Schwester. Mein Traum ist es, meiner Familie zu helfen, deshalb arbeite ich hart und möchte einen guten Beruf haben. Zu Manitos gehe ich, weil sie arbeitenden Kindern helfen. Sie unterstützen mich, ich kann dort spielen und sie zeigen mir meine Fähigkeiten, die ich vorher nicht kannte.“

Vanessa aus Tortuga

Vanessa hilft ihrer Familie im Haushalt und beim Feuerholzsammeln. Sie träumt davon, die Schule besuchen zu können.

Vanessa lebt in einem Fischerort namens Tortuga (Schildkröte). Die Familien dort haben keinen Strom und kein fließend Wasser. Die Männer gehen auf selbstgebauten floßähnlichen Booten zum Fischen. Die Mädchen und Frauen kümmern sich um alles andere. Vanessa ist 14 Jahre alt. Wie die meisten anderen Mädchen in ihrem Alter ist sie für den Haushalt verantwortlich. Seitdem sie 7 Jahre alt ist, muss sie zu Hause arbeiten. Sie wäscht, kocht und putzt. Die schwerste Arbeit ist das Sammeln des Feuerholzes. Die Kinder laufen oft mehrere Kilometer um Büsche und Holz zu finden. Auf ihren Köpfen tragen sie die Bündel über die Geröllwüste nach Hause. Vanessa ist zweigespalten. Sie weiß, wie wichtig ihre Hilfe für die Familie ist. Aber sie möchte auch ab und zu ausgehen und vor allem möchte sie in die Schule. Sie hat extra noch eine weitere Arbeit gesucht und für eine Frau in deren Haushalt gearbeitet, damit sie die Schule selbst bezahlen kann. Ihre Eltern haben nicht genug Geld. Aber die Frau hat sie nicht bezahlt. So spricht mit ihren 14 Jahren Desillusion aus ihren Augen. Die Schule bleibt wohl vorerst ein Traum in weiter Ferne.

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