Ein Krankenhaus für Tarahumara in Mexiko

Tarahumara ist der Name eines Indianerstammes im nördlichen Bergland Mexikos. Die rund 50.000 Mitglieder des Stammes leben meist in ärmlichen Dörfern. Die Landwirtschaft, die Viehzucht und das Kunsthandwerk ernähren sie. – Die Schwestern im dortigen Krankenhaus klären über Gesundheitsthemen auf und kümmern sich um die Alten und Kranken.

Schwester Eva und ihre Patienten erzählen:

Schwester Eva Muñoz Pérez, Leiterin des Krankenhauses

„Immer wieder nutzen wir Gelegenheiten, um die Erwachsenen in Fragen der Gesundheitsvorsorge zu beraten. Auch unsere Ausbildungskurse für Krankenschwestern sind sehr erfolgreich. Die jungen Mädchen leben für ein Jahr hier im Hospital und bilden sich in Theorie und Praxis weiter. Das hilft ihnen, in den Indio-Dörfern, wo sie leben, gute Arbeit zu leisten und den Kranken zu helfen.“

Teresa, eine junge Mutter aus dem Dorf Sisoguichi

„Für die Angebote von Tarahumara bin ich unendlich dankbar. Ich habe gelernt, wie ich meine Kinder gesund ernähren kann. Durch die regelmäßig stattfindenden Treffen im Krankenhaus  wissen wir jetzt zum Beispiel auch, wie man Trinkwasser aufbereitet, um Darminfektionen vorzubeugen. Sollten unsere Kinder trotzdem Durchfall bekommen, so haben wir inzwischen gelernt, sie selbst mit einer einfachen Salz-Zucker-Lösung zu behandeln. Das alles gibt uns Hoffnung, dass die Armut nicht mehr unser Leben raubt.“

Zwei Mutmachergeschichten

Schwester Eva erzählte im Frühjahr 2011 von zwei Geschichten, die zeigen, wie wertvoll die Arbeit für die Tarahumara ist: Das Baby Camila kam am 21. September 2010 stark unterernährt und mit einer Magen-Darm-Entzündung ins Krankenhaus. Mit sieben Monaten hatte sie nur ein Gewicht von 4 kg. Im Krankenhaus wurde sie aufgepäppelt und konnte mit 11 Monaten und einem Gewicht von 8kg mit ihrer Mutter wieder nach Hause. Ihre Mutter hat in dieser Zeit viel über Ernährung und Gesundheit gelernt. Das zweite Bild zeigt Toñita. Sie war unterernährt, kraftlos und depressiv. Im Krankhaus wird sie nun von den Schwestern und Freiwilligen betreut. Mittlerweile nimmt sie wieder selbstständig Nahrung zu sich, kann wieder lachen und hat neuen Lebensmut gefasst.

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