Ein Krankenhaus für Tarahumara in Mexiko

Tarahumara ist der Name eines Indianerstammes im nördlichen Bergland Mexikos. Die rund 50.000 Mitglieder des Stammes leben meist in ärmlichen Dörfern. Die Landwirtschaft, die Viehzucht und das Kunsthandwerk ernähren sie. – Die Schwestern im dortigen Krankenhaus klären über Gesundheitsthemen auf und kümmern sich um die Alten und Kranken.

Frauen und ihre Kinder warten auf den Arzt. Dank der regelmäßigen Besuche von Fachärzten können auch schwierige Fälle behandelt werden.

Die Indianer werden medizinisch unterstützt

Auf 2200 Metern Höhe liegt der Hauptort der Region. In dem Dorf Sisoguichi leben rund 1000 Einwohner. Hier entstand bereits 1947 das erste Krankenhaus der Sierra Tarahumara. Damals waren es Ärzte aus der Umgebung, die sich auf ehrenamtlicher Basis um die Kranken kümmerten und sie medizinisch versorgten. Heute wird das Krankenhaus „Hospital de la Tarahumara“ von mexikanischen Marienschwestern geleitet. In den vergangenen Jahren leistete das Krankenhaus einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der indianischen Bevölkerung.

Die Patienten werden individuell betreut

Heute gibt es 24 Stunden am Tag medizinische Versorgung für die Patienten. Müssen Patienten nicht im Krankenhaus bleiben, werden sie zu Hause gesundheitlich und seelisch betreut. Schwangerschaften, Diabetes und Bluthochdruck werden besonders kontrolliert. Bei Bedarf kann deswegen sofort reagiert werden. Neben dem festen Personal gibt es Ärzte für die fachärztliche Betreuung. Sie versorgen die Patienten in regelmäßigen Abständen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Programm „Gewicht und Größe“ für Kinder von 0 bis 5 Jahren. Es werden nicht nur unterernährte Kinder aufgepäppelt. Ebenso lernen Mütter viel über gesunde Ernährung.

Perspektiven für die Jugend schaffen und dadurch die Älteren unterstützen

In der Gegend des Krankenhauses herrscht im doppelten Sinne ein kaltes Klima. Durch die Höhenlage sind die Temperaturen niedrig. Zugleich ist die ökonomische Situation sehr schwierig. Es gibt kaum Arbeitsplätze. Wegen der Perspektivlosigkeit wandern die jungen Menschen in die Städte ab. Bleiben sie, haben sie mit Armut, Unter­ernährung und Orientierungslosigkeit zu kämpfen. Um dieser Situation entgegenzutreten, bieten die Schwestern Kurse zur Ausbildung Jugendlicher als Hilfskrankenpfleger an verschiedenen Orten der Sierra an. Außerdem ist auch das Freiwilligenprojekt stark nachgefragt. Bei diesem Projekt kümmern sich die jungen Menschen um die häusliche Patientenpflege. Ein immer größeres Thema sind auch die Aufklärungsprogramme zu Gesundheitsthemen und Verhütung. Sie werden im Krankenhaus aber auch in den Dörfern der Umgebung durchgeführt. So finden junge Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und tragen zur Entwicklung der Region bei.

Lesen Sie hier Geschichten aus Mexiko: Stimmen aus Tarahumara

Projekt X77100 Krankenhaus Tarahumara

Land:
Mexiko

Partner:
Schwester Eva Muñoz Pérez

Zielgruppe:
Indigene Bevölkerung, Alte und Kranke

Themenbereiche:
Gesundheit

Kontext:
Schwestern kümmern sich im Krankenhaus um Gesundheitsaufklärung und die Versorgung der Alten und Kranken in der Bergregion.

So können Sie helfen:
Deckung der laufenden Kosten des Krankenhauses und der Schwesternausbildung.

Aktueller Rundbrief

Im aktuellen Brief schreibt
Sr. Eva von Erfolgen der letzten Monate und der aktuellen schwierigen Situation.

Ihre Spende kommt an!

Jesuitenmission
Spendenkonto Liga Bank
Verwendungszweck:
X77100 Tarahumara

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