Gesundheitsprogramm für Mütter und Kinder

Kindersterblichkeit und Unterernährung sind meist Folgen von Armut und Unwissenheit. – In der Dominikanischen Republik sind freiwillige Helferinnen für das „Pastoral Materno Infantil“ („Mutter-Kind-Programm“) unterwegs. Sie stehen jungen Müttern von der Schwangerschaft bis zum sechsten Lebensjahr der Kinder mit Rat und Tat zur Seite.

Junge Mütter sind mit ihren Nöten alleingelassen

Armut drängt viele Menschen in der Dominikanischen Republik voller Hoffnung in die Hauptstadt Santo Domingo. Doch dort finden sie sich in einem der vielen Armutsviertel wieder. Soziale Strukturen, die sie in Notsituationen auffangen, gibt es kaum. Besonders junge Mütter sind oft alleingelassen und wissen nicht, wie sie sich richtig um ihre kleinen Kinder kümmern sollen.

Pastoral Materno Infantil ist ein Gesundheitsprogramm in den Gemeinden

Die Dominikanische Republik hat große Fortschritte gemacht, die Kindersterblichkeit und die Unterernährung von Kindern zu senken. Trotzdem gibt es noch immer Defizite. Vor allem ist die Versorgung der Kinder in den ersten beiden Lebensjahren oft schwierig. Diese Lücken will das Pastoral Materno Infantil füllen. In insgesamt sieben Pfarreien von vier verschiedenen Provinzen des Landes werden Erziehungsprogramme durchgeführt. Sie zeigen sehr positive Ergebnisse. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen werden in der Zentrale in Santo Domingo geschult und auf ihr Engagement vorbereitet. In kleinen Gruppen besuchen sie die Familien zu Hause. Als Mütter wissen sie, was es heißt, ein Kind aufzuziehen. Sie helfen und beraten die jungen Frauen bei Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Versorgung der Kleinkinder. Ganz individuell begleiten und unterstützen sie die Entwicklung jedes einzelnen Kindes.

Sie werden vom ersten Tag bis zum sechsten Lebensjahr unterstützt

Der Jesuit José Navarro ist der Leiter des Programmes. Er ist überzeugt, dass die Erfolge auf die Vielschichtigkeit und die Dauerhaftigkeit der Betreuung zurückzuführen sind. Neben den Hausbesuchen werden alle zwei Wochen Treffen mit den Schwangeren veranstaltet. Bei den Treffen gibt es immer regen Austausch. Zusätzlich wird einmal im Monat ein spezieller Beratungstermin angeboten. Damit alles so gut organisiert und reibungslos ablaufen kann, treffen sich die Ehrenamtlichen regelmäßig zur Reflexion und Planung. Bisher betreut das Programm 4.500 Familien. Die Unterernährung der Kinder in diesen Familien konnte um 46 Prozent verringert werden und Fälle von Blutarmut reduzierten sich um 39 Prozent. Außerdem werden dreimal so viele Säuglinge wie zuvor in den ersten sechs Monaten ausschließlich gestillt.
Die Besuche und Angebote des Pastoral Materno Infantil verbessern nicht nur den Gesundheitszustand der Mütter und Kinder. Es entsteht auch ein neues soziales Gefüge, das in Notfällen als Auffangnetz fungiert.

Kurzfilm über das Projekt Pastoral Materno Infantil (7 min.)

Lernen Sie einige der Ehrenamtlichen und Maria Mejia mit Ihren Töchtern kennen:
Videobotschaften

Projekt X79701 Materno Infantil

Land:
Dominikanische Republik

Partner:
P. José Navarro SJ

Zielgruppe:
Schwangere und Familien mit Kleinkindern

Kontext:
Beratung und Aufklärung zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und Versorgung der Kinder.

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X79701 Materno Infantil

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