Der Tee brachte Elend

Assam ist für seinen Tee berühmt. Nicht so bekannt ist das Elend vieler Adivasi-Familien, deren Vorfahren von den Briten als Teearbeiter auf die Plantagen geholt wurden. Die jesuitische Organisation »Gana Chetana Samaj« (GCS) setzt sich für die Rechte der Adivasi ein.

Ein Sonntag in Panipotta

Pater Klaus Väthröder hat im Frühjahr 2015 die Projekte in Assam besucht und berichtet von der Begegnung mit Adivasi-Familien im Dorf Panipotta.

Auf meiner Projektreise nach Assam habe ich auch Pater George Soreng getroffen. Wir unterstützen die Organisation »Gana Chetana Samaj « (GCS) seit 2008. Die Adivasi in den Teegärten gehören zu einer der am meisten ausgebeuteten und vernachlässigten Gruppe in Indien. Ihre Dörfer liegen oft innerhalb der Teegärten und sind von der Außenwelt abgeschnitten. Die Liste der Unterentwicklung ist lang: Die Erwachsenen sind fast alle Analphabeten, es gibt keine Gesundheitsversorgung, viele leiden an Mangelernährung und Schulunterricht gibt es oft nur auf dem Papier. Am Sonntag durfte ich mit einem meiner Mitbrüder in Panipotta die Messe feiern. Das ist ein kleines Dorf inmitten eines riesigen Teegartens in der Nähe von Balipara. Die viel zu kleine und sehr baufällige Kirche war brechend voll, so dass zum Sitzen auf dem Boden kein Platz war. Die Luft war schnell verbraucht. Mehr als die Hälfte der Leute stand vor der Kirche, da sie nicht mehr hineinpassten. Aber der Gottesdienst war voller Leben, Gesänge und Gebete. Ich verstand zwar kein Wort, aber ich spürte mich diesen Menschen im Glauben eng verbunden.

Reis und Kartoffeln als Gaben

Am längsten dauerte die Gabenbereitung. Viele kamen und brachten ihre Gaben: vor allem Reis, Kartoffeln und Gemüse für den Pfarrer und für die Allerärmsten. Ich staunte und war auch etwas beschämt, wie viel diese armen Menschen teilen. Nach der Messe erzählten sie mir, dass ihre katholische Gemeinde mit acht Familien 1945 begann. Sie waren von Jharkand nach Panipotta gekommen, um hier als Teepflücker zu arbeiten. Am Anfang beteten sie in ihren Häusern, denn die nächste Kirche wäre viel zu weit entfernt gewesen, um sie zu Fuß erreichen zu können. Dann erlaubte ihnen der Manager des Teegartens, eine kleine Bambus-Kirche mit einem Wellblechdach zu bauen. 1965 wurde sie erweitert, weil die Anzahl der Katholiken wuchs. Heute ist die Kirche wieder zu klein geworden für die inzwischen 800 Christen im Dorf. Die Erlaubnis zum Bau einer neuen Kirche hat der Manager des Teegartens bereits dem Hauptkatecheten gegeben.

Unsere Spendenbitte für die Adivasi

Wenn Sie mithelfen, können wir die Adivasi-Familien in Panipotta beim Bau der neuen Kirche unterstützen, die 20.000 Euro kosten wird. Auch in anderen Bereichen wollen wir helfen:

  • 30 Euro unterstützen die Förderklassen für Kinder im GCS Studienzentrum.
  • 156 Euro kostet ein ganztägiges Seminar für Rechtsfragen und Bewusstseinsbildung in einem Dorf.
  • 860 Euro sind die Jahreskosten für Saatgut auf der Trainingsfarm für die Bauernkooperativen.
  • 1500 Euro helfen bei der Anschaffung von neuen Webstühlen für eines der Frauenprojekte.

Ich habe vor Ort gesehen, was die Arbeit von GCS bewirkt: die Menschen gewinnen an Selbstvertrauen und sind nicht mehr allein den Kreditgebern und Managern der Teegärten ausgeliefert. Viele erfahren zum ersten Mal, was ein menschenwürdiges Leben ist. Das zu sehen, hat mich sehr bewegt und ich bitte von Herzen um Ihre Mithilfe!

Klaus Väthröder SJ
Missionsprokurator

Danke für Ihre Hilfe!

Jesuitenmission • Spendenkonto Liga Bank
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Stichwort: X31152 Adivasi

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