Jesu Ashram – Armenspital in Nordindien

Die arme Bevölkerung im nordindischen Siliguri kann sich kaum medizinische Versorgung leisten. Die meisten Menschen sind Tagelöhner und verdienen nicht mehr als 10 € im Monat. Werden sie krank, ist der Jesu Ashram die einzige Hoffnung für ihre Heilung. Dort erhalten sie eine kostenfreie Behandlung und Unterstützung.

Hoffnung und Wunder im Jesu Ashram

Kleine Wunder – Die Geschichten von Kusum und Sujata

P. Julius Kujur, der Leiter von Jesu Ashram, schreibt im Juni 2011 in einer E-Mail: “Tolle Neuigkeiten von Kusum, einer Tuberkulosepatientin. Sie ist ein sechs Jahre altes Mädchen und war schon lange Zeit im Krankenhaus, da sie seit etwa zwei Jahren nicht mehr gehen konnte. Vor drei Monaten wurde sie in das Jesu Ashram gebracht und dank regelmäßiger Behandlung konnte sie nach Kurzem aufrecht in einem Rollstuhl sitzen. Seit letzter Woche kann ich sie dabei beobachten, wie sie versucht mit Hilfe eines Stockes die ersten Schritte zu tun. Ich bin sicher, in ein paar Monaten kann sie wieder laufen. Eine ähnliche Geschichte habe ich mit Sujata, einer anderen Tuber­­kulosepatientin erlebt. Sujata konnte weder sprechen noch alleine sitzen oder selbst­ständig essen. Sie war dem Tod oft sehr nahe. Aber dank viel Fürsorge kam sie wieder zu Kräften und half am Ende sogar in der Küche mit. Letzte Woche konnte sie zurück zu ihrer Familie. Das war eine große Freude für uns und ihre Familie.“

Letzte Rettung für viele – Susanne Heigl berichtet

Susanne Heigl, eine ehemalige Freiwillige im Jesu Ashram berichtet: „Für viele Menschen in dieser Gegend ist das Krankenhaus buchstäblich die letzte Rettung. Tagelöhner, wie die Steineklopfer, Rikschafahrer oder Teeplantagen­arbeiter, die noch dazu am untersten Rand der indischen Gesellschaft stehen, werden hier kostenlos medizinisch versorgt. Auch für Unterbringung und Essen sowie Medikamente müssen sie nichts bezahlen. Dabei finanziert sich das Krankenhaus ausschließlich aus Spendengeldern. Am meisten berührte es mich, wenn ich sah, wie kranke und seelisch gebrochene Menschen in das Krankenhaus aufgenommen wurden und Tage bzw. Wochen später mit einem Lächeln auf den Lippen wieder entlassen wurden.“

Symbol des Lebens – erinnert sich Dorothea Kudla

“Trotz Armut und Elend, mangelnder Hygiene, der Tatsache von durchschnittlich 3,5 Toten pro Woche und mindestens 15 Suizidversuchen pro Jahr ist Jesu Ashram für mich doch ein Symbol des Lebens und der Gegenwart Gottes geworden. Das tiefe Gottvertrauen vieler Menschen hier, die ja wirklich Grund zum Zweifeln und Verzweifeln hätten, beeindruckt mich immer wieder. Die Fröhlichkeit vieler Patienten und ihre Bereitschaft, beim Putzen und allen anderen anfallenden Arbeiten zu helfen und für die ganz Schwachen mitzusorgen, wiegen die bedrückenden Erfahrungen vom ständig präsenten Tod und Leid wieder auf“, erzählt Dorothea Kudla nach ihrem Jahr als Freiwillige im Jesu Ashram.

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