Ashankur – Samenkorn Hoffnung

Indische Frauen, vor allem auf dem Land, haben kaum Rechte. Sie haben keinen eigenen Besitz, kein eigenes Bankkonto, sie sind nicht an Entscheidungen beteiligt und verfügen nicht selbstständig über ihren eigenen Verdienst. Ashankur gibt den Frauen Hoffnung, zeigt ihnen ihre eigenen Fähigkeiten und ermöglicht ihnen Eigenständigkeit.

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Ashankur – Trainingszentrum für Mädchen und Frauen

Für die jungen Frauen und Mädchen gibt es nun eine neue Perspektive.

„Indische Frauen, vor allem auf dem Land, haben meist ein schweres Schicksal“, erklärt Schwester Prisca, die Leiterin von Ashankur. „Schon als Mädchen werden sie vernachlässigt, bekommen keine Schulbildung, müssen hart arbeiten, werden misshandelt. Unlösbar wird das Problem, wenn es zur Heirat kommt und die Familie den Brautpreis nicht bezahlen kann.“ Für Frauen in Notsituationen hat der Sacré-Coeur-Orden von Schwester Prisca im Dorf Bhokar nördlich von Pune ein Zentrum gegründet und es Ashankur, „Samenkorn der Hoffnung“, genannt. Junge Mädchen und Frauen aus den umliegenden Dörfern können dort verschiedene Fertigkeiten und Kenntnisse erlernen. Vor allem wächst ein neues Selbst­bewusstsein. Zum ersten Mal erfahren sie ihren Wert als Frau in der Familie, in der Dorfgemeinschaft, in der Gesellschaft.

Zukunftsperspektiven für indische Frauen

Unterstützt von der Jesuitenmission bietet das Zentrum Kurse an für ökologische Landwirtschaft, Schneidern, Schmuck­herstellung, Leder­arbeiten, Krankenpflege, Computerkenntnisse und Rechtskunde. Vor allem wird eine grundlegende Schulbildung nachgeholt. Ganz wichtig ist die politische Bildung. In den Dörfern selbst organisiert das Zentrum Selbsthilfegruppen von Frauen. Sie treffen sich regelmäßig und ent­scheiden gemeinsam, wie das alltägliche Leben verbessert werden kann. Sie werden angeleitet, an der Dorfentwicklung aktiv teilzunehmen, monatlich ihre Probleme in der Frauengruppe zu besprechen und sich in der Dorfverwaltung zu engagieren.

Erfolg auf ganzer Linie

„Gegenwärtig arbeiten wir in 22 Dörfern, rund 7000 Frauen sind mit uns in Kontakt“, erklärt Schwester Prisca. „Die Erfolge sind spürbar: Mehr Achtung vor den Frauen, mehr Harmonie in den Familien, Zusammenarbeit über Kasten und Religionsgrenzen hinweg. Auch werden mehr Mädchen in die Schule geschickt. Wir möchten mit unserem Zentrum so viele Frauen wie möglich erreichen. Wir wollen gemeinsam eine Gesellschaft erleben, in der die Frauen gleichberechtigt sind.“

Kurzfilm über das Trainingszentrum Ashankur (8.40 min)

Lesen Sie hier, wie Ashankur den Frauen hilft: Die Frauen erzählen

Projekt X59910 Ashankur

Land:
Indien

Partner:
Schwester Prisca

Zielgruppe:
Frauen

Kontext:
Hilfe und Unterstützung für Mädchen und Frauen.

So können Sie helfen:

  • 15 Euro kostet die Teilnahme an einem Fortbildungskurs pro Person und Monat
  • 300 Euro sind das Startguthaben für einen Mikrokredit für Frauengruppen in den Dörfern