Dorfentwicklung rund um Mundgod

Die Bewohner der ländlichen Regionen leiden in Indien vielfach unter Ausgrenzung. Dazu zählen beispielsweise die Nachfahren afrikanischer Sklaven oder einfache Viehzüchter. Rund um die Kleinstadt Mundgod erleichtern Jesuiten und Schwestern vielen Familien das Leben in den Dörfern.

Die Ausgegrenzten stärken

„Empowerment“ heißt das Schlagwort der Jesuiten in Nord-Karnataka. Es lässt sich nur ungenau ins Deutsche übersetzen und meint: jemandem Kräfte und Fähigkeiten zu verleihen, damit er zu bestimmten Dingen in der Lage ist. In der Region um die Kleinstadt Mundgod wollen die Jesuiten jene Gruppen mit „Power“ stärken, die am Rand der Gesellschaft stehen. Sie arbeiten mit Dalits, den „Unberührbaren“, und Außenseitern aus der Stammesbevölkerung. Zu diesen Tribals gehören etwa Nachfahren afrikanischer Sklaven oder einfache Viehzüchter, die Gaulis.

Lesen, Schreiben, Tippen lernen

Ihre Sozialarbeit betreiben die Jesuiten zusammen mit Ordensfrauen auf zweierlei Weise. Zum einen laufen in ihrem Sozialzentrum in Mundgod zahlreiche Maßnahmen der Bildungs- und Sozialarbeit für benachteiligte Bewohner. Hier treffen sich Selbsthilfegruppen für Frauen, und es finden Weiterbildungskurse statt, ob für Alphabetisierung oder Computerkenntnisse.

Dorfinternate für Kinder

Zum anderen besuchen Ordensleute und ihre Helfer entlegene Dörfer, zum Beispiel die der Siddhis. Sie stammen von den afrikanischen Sklaven der Kolonialzeit ab und leben abgeschottet von Bildungsmöglichkeiten und Infrastruktur im Wald. „Wir arbeiten für die Dorfbewohner“, sagt Pater Arun Luis SJ. „Wir haben eine kleine Kirche für sie, wir haben auch eine Schule, wo ihre Kinder lernen. Unsere Sozialarbeit unterstützt sie bei ihrer Entwicklung in verschiedenen Bereichen.“ Aufklärung über Gesundheit, Ernährung und Bürgerrechte soll die Siddhis genauso wie die Gaulis ermutigen, sich auch selbst mehr in die indische Gesellschaft zu integrieren. Bildung ist auf diesem Weg unabdingbar. Besonders für die Kinder umherziehenden Viehzüchter haben die Jesuiten daher kleine Dorfinternate errichtet. In diesen Hostels können sie zur Schule gehen, meist als erste in ihren Familien. Mit Spendengeldern wurden aber auch schon Wohnhäuser errichtet, die den Familien aus ihrem rückständigen Lebens- und Gesundheitsstandard heraushelfen.

Kurzfilm über die Arbeit der Jesuiten in Mundgod (7:34 min)

Projekt X55050 Dorfentwicklung Mundgod

Land:
Indien

Partner:
Arun Luis SJ

Zielgruppe:
Ländliche Bevölkerung rund um Mundgod

Kontext:
Den Kinder und Erwachsenen bleibt Entwicklung vorenthalten, auf Grund von Abgeschiedenheit und Armut.

So wirkt ihre Spende:

  • Stipendien für Kinder aus armen Familien
  • Weiterbildungskurse
  • Gesundheits- und Dorfbaumaßnahmen

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X55050 Mundgod

Bank: Liga Bank
IBAN:DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC:GENO DEF1 M05