Casa Ricci Social Services – Lebenshilfe China

Casa Ricci Social Service kümmert sich um die Armen und an den Rand gedrängten in China. In den 1950er Jahren waren dies Flüchtlinge vom Festland Chinas, in den 80er und 90er Jahren Leprapatienten. Heute sind es HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Menschen. Casa Ricci kümmert sich um die medizinischen und um die menschlichen Bedürfnisse der Betroffenen.

Erfolge von Casa Ricci Social Service

Eine Krankenschwester kümmert sich um den Leprapatienten.

Das Rehabilitationszentrum für Leprapatienten

2006 baute Casa Ricci in Maowangdong ein Lepra-Rehabilitations­zentrum. Heute ist dieses Zentrum das Zuhause von über 40 Lepra­kranken. Sie erhalten medizinische Hilfe, Essen und Kleidung. Besonders gutes Schuhwerk und auch Prothesen sind wichtig für die Patienten. Insgesamt hilft Casa Ricci Social Services zurzeit über 4.000 Leprapatienten in ähnlichen Zentren. In Maowangdong leben heute auch viele ehemalige Patienten, deren Kinder nicht an Lepra erkrankt sind. Nach und nach veränderte sich das Gesicht des ganzen Dorfes: Wasser- und Stromversorgung wurden organisiert, Straßen gebaut und die Schule erneuert. Die Hälfte der 150 Dorfbewohner ist unter dreißig Jahre alt. Casa Ricci unterstützt deshalb einerseits die örtliche Volksschule. Zugleich haben Kinder, die gute Schulleistungen erbringen, die Möglichkeit, im Casa-Ricci-Schülerheim in der Stadt von Lufeng unterzukommen und so die Mittelschule zu besuchen. Außerdem hilft Casa Ricci mit Stipendien, wenn den begabten Kindern die finanziellen Mittel zur Ausbildung fehlen.

Mikrokredite als Grundsteine für ein neues Leben

Casa Ricci sieht den Wunsch nach wirtschaftlicher Entwicklung als gute Chance, die Eigeninitiative, Selbstver­antwortung und Solidarität zwischen den Menschen zu fördern. Einer der größten Träume vieler Dorfbewohner ist die Erneuerung ihrer Lehmhäuser. Casa Ricci beschloss, der Gemeinschaft als Ganzer einen Kredit zu gewähren. So mussten die Dorfbewohner ein Kredit-Komitee gründen, das die Darlehen an die verschiedenen Familien verteilen sollte und dafür verantwortlich ist, dass der Kredit Casa Ricci innerhalb von fünf Jahren mit sehr niedrigen Zinsen zurück­gezahlt wird. Im Januar 2008 haben die Bauarbeiten zu den neuen Häusern begonnen. Aber mehr als das! Die Dorfbewohner haben den Grundstein für ein neues Leben gelegt. Sie sind nicht länger „Leprakranke“, die Hilfe von außen brauchen, sondern Menschen voller Würde, die auch ihre eigene Zukunft in die Hand nehmen können.

Hilfe für Kinder von HIV-Infizierten

Kinder, die ihre Eltern verloren haben, werden in den Kinderheimen aufgenommen. Ihnen wird auch der Schulbesuch ermöglicht.

In den entlegenen Dörfern in den Bergen Chinas hat sich HIV/Aids in den letzten Jahren stark verbreitet. Dies liegt hauptsächlich am armutsbedingten gewachsenen Drogen­konsum. Die jungen Menschen haben kaum eine Möglichkeit, weiterführende Schulen zu besuchen, die Armut ist groß und ebenso die Perspektivlosigkeit. Durch die Verbreitung von HIV und AIDS stand auch Casa Ricci vor neuen Heraus­forde­rungen. Mittlerweile werden sechs Kinderheime unterhalten, in denen Kinder leben, deren Familien mit Lepra oder HIV infiziert sind. Außerdem bekommen Kinder aus von HIV/AIDS-betroffenen Familien, ebenso wie Kinder aus Leprafamilien, finanzielle Unterstützung, Fürsorge und die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Viele sind so arm, dass sie für den Winter in den Bergen nicht die passende Kleidung haben. Casa Ricci hilft nicht nur jeden Winter mit Kleidung und Schuhen, sondern, da ein gutes Immunsystem gerade für die infizierten Kinder wichtig ist, auch mit Medikamenten.

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