Zambuko Haus: Zukunft für Straßenkinder

Wie in vielen Städten Afrikas gibt es auch in der simbabwischen Hauptstadt Harare viele Straßenkinder. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt drängen sie zu einem Leben auf der Straße. Das Zambuko Haus hilft ihnen wieder Fuß zu fassen und sich wieder in ihre Familien und die Gesellschaft zu integrieren.

Leben auf der Straße

Ein Junge mag vor einem misshandelnden Stiefvater davongelaufen sein, seine Eltern sind an Aids gestorben oder er wurde einfach hinausgeworfen. Es gibt viele Gründe, warum ein Junge auf der Straße landet. Die wenigsten schaffen es aus eigener Kraft, sich in die Gesellschaft zu integrieren und ein Leben außerhalb von Kriminalität und Gewalt zu führen. Die Jungen sind leichte Opfer für kriminelle Banden und werden von Hunger, Mittellosigkeit und Schutzlosigkeit in die Illegalität gedrängt.

Zambuko bedeutet Brücke

Diese Kinder und Jugenlichen erhalten im Zambuko Haus die Chance, in einer familienähnlichen Umgebung ihre Fähigkeiten zu entwicklen und Solidarität und Zusammenhalt zu lernen. Die Jungen erhalten die Möglichkeit, ihre Schulbildung nachzuholen und eine berufliche Ausbildung zu machen. Das Haus wurde vor 15 Jahren von dem simbabwischen Jesuiten Canisius Chishiri gegründet. Mittlerweile wird es von der Sozialarbeiterin Emilia James geleitet. Sie ist für die Jungen wie eine Mutter: fürsorglich und liebevoll, ab und an muss sie aber auch hart durchgreifen. Das Zambuko Haus nimmt immer nur eine kleine Anzahl an Jungen auf, momentan sind es 22. So kann eine individuelle Betreuung und Unterstützung gewährleistet werden. Die Erfolge sprechen für sich: weit über die Hälfte der Jungen, die seit 2007 im Zambuko Haus waren, haben eine Schul- oder Berufausbildung abgeschlossen; die Hälfte der Jungen hat sich im informellen Sektor selbstständig gemacht oder hat eine Anstellung bekommen.

Wiedervereinigung mit der Familie

Die Leiterin des Zambuko Hauses, Emilia James, weiß, dass die Suche nach Verwandten, die die ausgestoßenen Jugendlichen vielleicht aufnehmen, sehr wichtig ist. In der Shona-Kultur in Simbabwe ist die Herkunft bedeutend für die eigene Identität. Die Verbindung zu den Ahnen ist sehr wichtig, zu wissen wer sie waren und woher man stammt. Deshalb begeben sich die Mitarbeiter des Zambuko Hauses auf die Suche nach den Familien. Gelebte Großfamilie ist noch immer eine Realität in Afrika. Der Junge hat vielleicht von entfernten Verwandten gehört, in einer anderen Stadt oder einem anderen Dorf. Manch­mal dauert die Suche Tage und auch Wochen, oft werden die Familien am Ende aber gefunden und sie nehmen die Jungen auf. So haben die Jungen wieder ein soziales Netz, das sie auffängt und einen Ort, an dem sie zu­hause sind. Knapp die Hälfte der Jungen, die seit Gründung des Zambuko Hauses dort gelebt haben, sind wieder mit ihren Familien vereint.

Lesen Sie von den Jungen aus dem Zambuko Haus: Erfolgsgeschichten

Projekt X41300 Zambuko Haus

Land:
Simbabwe

Partner:
Emilia James

Zielgruppe:
Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben.

Kontext:
Das Zambuko Haus hilft den Jungen bei der Reintegration in Familie und Gesellschaft. 

So können Sie helfen:
3 Euro
betragen die Kosten pro Jugendlichen am Tag.

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X41300 Zambuko-Haus

Bank: Liga Bank
IBAN:DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC:GENO DEF1 M05