Zyklon Idai: Hilfe für ein Leben in Würde

In der Nacht vom 14. auf den 15. März wütete Zyklon Idai durchs südliche Afrika. In Mosambik, Simbabwe und Malawi sind 1,8 Millionen Menschen betroffen. Die Hilfsmaßnahmen der Jesuiten sind angelaufen: Bitte unterstützen sie die afrikanischen Provinzen!

Hunderte Menschen starben in Folge des Sturms und der Überschwemmungen, allein in Mosambik wurden 18.000 Wohnhäuser, 3.140 Schulen und 39 Krankenhäuser komplett oder in Teilen zerstört.  500.000 Hektar Ackerland versanken in den Fluten. Verheerend auch die Bilanz in Malawi und Simbabwe, wo 81.000 bzw. 50.000 Familien betroffen sind. Die Hilfsmaßnahmen der Jesuiten-Provinzen Simambwe-Mosambik und Malawi-Sambia fußen auf drei Strategien: Nothilfe – Leben in Würde – Wiederaufbau.

Nothilfe

Die Schäden in Mosambik haben ein Ausmaß, das eine enge Zusammenarbeit der Regierung mit der EU, UN-Organisationen und NGOs erfordert, um Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Verteilung von Lebensmitteln und die Wiederherstellung von Elektrizität, Transport und Telekommunikation voranzutreiben. Die Jesuiten in Mosambik sind eine kleine Gemeinschaft mit nur begrenzen Möglichkeiten, in dieser ersten Phase einzugreifen. Nichtsdestotrotz eilten Jesuiten wie der deutsche Pater Heribert Müller oder der Portugiese Paulo Teja in die betroffenen Gebiete, um den Bedarf in den Gemeinden zu ermitteln und den einheimischen Jesuiten und ihren Mitarbeitern Sicherheit zu geben.

In Simbabwe unterhält der Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS ein Projekt im Tongogara-Flüchtlingslager, das zum Teil durch Idai zerstört wurde, und hilft jetzt beim Wiederaufbau von Häusern. Die Provinz unterstützt zudem die Katastrophen-Hilfe in den Städten Chimanimani und Chipinge, wo 297 Menschen starben, darunter zwei Schüler einer Katholischen Einrichtung.

In Malawi betreiben die Jesuiten nahe der Hauptstadt Lilongwe das landwirtschaftliche Schulungszentrum JCED und sind durch den JRS im Flüchtlingslager Dzaleka präsent. In den betroffenen Gebieten versorgt die Provinz gefährdete Familien mit Nahrungsmitteln, Wasser und sanitären Einrichtungen.

Psychosoziale Unterstützung und Kinderschutz

Ziel dieses Maßnahmenbündels ist, betonen die Jesuits Southern Africa in einem Strategiepapier, „das Wiederherstellen menschlicher Würde“.

In Mosambik bieten die Jesuiten psychosoziale Unterstützung, vor allem für jene, die durch Idai Angehörige verloren haben, und darunter vor allem für Kinder. Mittelpunkt wird die zu 90 Prozent zerstörte Hafenmetropole Beira sein. Die Maßnahmen sollen auf Bedürftige ausgeweitet haben, die keinen Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen, Medizin und ausreichend Nahrung haben. Da ein erheblicher Bedarf an Non-Food-Artikeln besteht – Kochutensilien, Moskitonetze, Betten – hat die Erzdiözese Beira entsprechende Mittel für Initiativen in Pfarrgemeinden zur Verfügung gestellt, auch für beschädigte Dächer und Gebäude sowie für Schutzräume für Kinder, die in diesen chaotischen Zeiten besonders gefährdet sind.

In Simbabwe konnte die Provinz in Zusammenarbeit mit der örtlichen Caritas Nahrungsmittelrationen für die nächsten sechs Monate organisieren, die kinderreichen Haushalten, chronisch Kranken und Menschen mit Behinderung zur Verfügung gestellt werden. Ähnliche Maßnahmen plant die Nachbarprovinz für Malawi.

Wiederaufbau

In allen drei Ländern steht das Schulwesen im Zentrum unserer Maßnahmen zum Wiederaufbau. Vor allem in Mosambik – einem Land mit hoher Analphabetenquote – soll ein gemeinsames Programm mit dem Schulwerk „Fe y Alegria“ dazu beitragen, Schulen neu aufzubauen, Lehrmaterialien an die Schüler zu bringen und ihnen tägliche Mahlzeiten zu sichern. Letzteres ist auch ein wichtiger Punkt für Simbabwe, wo viele Schulkinder durch die Dürreperioden grundsätzlich unter Mangelernährung leiden.

In allen betroffenen Gebieten versuchen die Jesuiten zudem, Mittel für den langfristigen Wiederaufbau bereitzustellen, vor allem im Bereich der Landwirtschaft. Expertise hierfür kommt aus jesuitischen Einrichtungen wie dem Schulprojekt ESIL in Mosambik, den landwirtschaftlichen Betrieben in Kasisi (Sambia) und dem JCED in Malawi.

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Das Leben muss weitergehen: Bewohner von Beira auf dem Fundament einer zerstörten Kirche. Foto: P. Teja SJ

Überleben in Beira ohne Dach über dem Kopf. Foto: P. Teja SJ

In dieser Schule in Nhangau wird lange kein Unterricht mehr möglich sein. Foto: P. Teja SJ

Plastikplanen und Äste, wo einst Häuser standen. Foto: P. Teja SJ

90 Prozent des Stadtgebiets von Beira wurden verwüstet. Foto: P. Teja SJ

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