Zurück auf den Feldern

Viele Wanderarbeiter kehren aus den Städten in ihre Heimatregionen zurück. Foto: KBO

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie treffen viele Kambodschaner hart, vor allem jene, die in der Textil- und Tourismusbranche arbeiten sowie die zahlreichen Wanderarbeiter. Mit einem Bündel an Maßnahmen versuchen die Jesuiten im Land, Massenarbeitslosigkeit und Verarmung entgegen zu wirken. Wichtigster Schlüssel ist die Landwirtschaft.

In den vergangenen vier Wochen wurden in Kambodscha 122 COVID-19 Fälle gemeldet, alle Infizierten gelten mittlerweile als genesen. Bereits im März hatten die Jesuiten im Land alle Aktivitäten ausgesetzt. Die Büros des Jesuit Service Cambodia hatten drei Wochen lang geschlossen; mittlerweile wurde die Arbeit unter strengen Sicherheitsrichtlinien wieder aufgenommen. Auch die jesuitische Landwirtschafts-NGO Karuna Battambang Organization (KBO) musste die Angebote in ihrem Trainingscenter temporär aussetzen.

So versucht die KBO, betroffene Familien zu erreichen:

Viele Jugendliche und junge Erwachsene, die ihre Dörfer auf der Suche nach Arbeit verlassen hatten, sind jetzt ohne Jobs: Die Tourismusbranche (Hotels, Restaurants, Casinos und Geschäfte) und die Textilwirtschaft liegen brach. Viele Menschen, die als Gastarbeiter im Ausland tätig waren, sind wieder zu Hause und ohne Arbeit. Sicher ist schon jetzt, dass diese Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in Kambodscha noch über Jahre spürbar sein werden.

Mitarbeiter der KBO besuchen derzeit Dörfer in verschiedenen Provinzen, wo immer mehr Bauern ihren Reisanbau auf die Methode SRI (System of Rice Intensification) umstellen. Dieses System der „Reisintensivierung“ wurde 1983 vom Jesuiten Henri de Laulanie in Madagaskar entwickelt. In engem Kontakt mit den örtlichen Behörden wenden sich die KBO-Teams in den Dörfern gezielt an zurückgekehrte Wanderarbeiter und ihre Familien. Schon jetzt stellen einige klar, dass sie ihre Zukunft in der Heimat sehen – wenn sie denn auf ihren Farmen einen guten Ertrag erwirtschaften und so das Einkommen ihrer Familien verbessern können.

Die Pandemie trifft aber nicht nur die Rückkehrer: Alle sind jetzt mit Arbeitslosigkeit, einem Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und Land konfrontiert. Viele sind verschuldet und können ihre Kredite nicht mehr abzahlen.

Soforthilfe für rund 200 Betroffene:

  • Die Rückkehrer arbeiten jetzt auf den Höfen ihrer Familien. Einige von ihnen planen, neues Farmland zu pachten, auf denen sie die SRI-Methode anwenden werden. Als Miete wird ein bestimmter Prozentsatz der Ernte überlassen. Die KBO unterstützt die in Selbsthilfegruppen organisierten Landwirte mit Darlehen für Saatgut, organischen Dünger und andere Bedürfnisse.
  • Unterstützung bei der Hühnerzucht und beim Anbau von Gemüse
  • Neue kommunale Wasserteiche: Das benötigte Land beschaffen die Gemeinden selbst, die KBO unterstützt sie beim Ausheben der Teiche.
  • Neue Brunnen für Familien
  • Notfallunterstützung durch Reis, organisiert über die Selbsthilfegruppen

Corona-Hilfe weltweit

Länder:
weltweit

Partner:
Jesuitische Einrichtungen und Projektpartner weltweit

Kontext:
Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung, Hygieneartikeln, Grundnahrungsmitteln und Unterrichtsmaterialien, Begleitung von besonders gefährdeten Familien

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