„Wird das Leben jemals wieder dasselbe sein?“

Simbabwe geht in eine ungewisse Zukunft.

Anstatt auf den Straßen den 50. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit zu feiern, finden sich die Bürger Simbabwes im Corona-Lockdown wieder – und damit in einer gefährlichen Zwickmühle. „Was ist besser – an Hunger oder am Coronavirus zu sterben?“: Mit dieser Frage wird Paul Musekiwa SJ von der Makumbi Mission derzeit täglich konfrontiert.

Keine Gottesdienste, keine Versammlungen: Die Jesuiten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Makumbi Mission sollen nach Möglichkeit nicht ihre Häuser verlassen, „und diejenigen, deren Dienste unerlässlich sind, müssen entscheiden, wie sie ihre Sicherheit und die derer, die von ihnen abhängig sind, gewährleisten“, schildert Pater Musekiwa die schwierige Lage in der ländlichen Missionsstation. Letztendlich bleiben wenig Option außer dem „ständigen Händewaschen mit Seife unter fließendem Wasser, und den Blick auf Gott zu richten und ihn um Schutz zu bitten“.

„Es kann passieren, dass einige Menschen einfach in ihren Häusern sterben“

Derweil kommen dieser Tage immer mehr Menschen aus den Dörfern rund um die Missionsstation und manchmal auch von weit entfernten Orten besucht und bitten um Lebensmittel.Pater Musekiwa: „Das erfordert unsere Kreativität.“

In Simbabwe wie auch in anderen afrikanischen Nationen bringe die Abriegelung viel Elend mit sich, vor allem für jene Familien, die von der Hand in den Mund leben: „Es kann passieren, dass einige Menschen einfach in ihren Häusern sterben“, befürchtet der Jesuit. Immer wieder wird er mit der schrecklichen Frage konfrontiert: „Was ist besser, Pater, an Hunger oder am Coronavirus zu sterben?" Sollte die Abriegelung noch lange andauern, sieht er „wirtschaftlich heruntergekommene Nationen wie Simbabwe in ein sozioökonomisches Chaos abrutschen“.

Die große Frage stellt sich, wie im Rest der Welt, gerade in einem Land wie Simbabwe: „Wird das Leben nach dem Coronavirus jemals wieder dasselbe sein?“

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