Simbabwe steht am Abgrund

Hygieneartikel sind überall in Simbabwe Mangelware. Ein Team der Diözese Chinhoyi verteilt sie an wichtige Einrichtungen.

40 Jahre Unabhängigkeit, doch zum Feiern ist den Bürgern Simbabwes nicht zumute: Binnen kurzer Zeit – vom 22. bis 31. Mai – hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankungen von 56 auf 178 Fälle mehr als verdreifacht. Die Dunkelziffer dürfte die offiziellen Zahlen um ein Vielfaches übersteigen. Die Lockdown-Maßnahmen treffen die ohnehin instabile Wirtschaft des Landes, Ernährungssicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Ein Team der Diözese Chinhoyi versorgt jetzt Krankenhäuser mit notwendigen Materialien.

7,7 Millionen droht der Hunger

Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie waren die Schlüsselsektoren Gesundheit, Sozialfürsorge und Bildung durch die anhaltende Wirtschaftskrise stark eingeschränkt. Die Präventionsmaßnahmen gegen COVID-19 treffen nun vor allem jene 7,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger des Landes, die unterhalb der Armutsgrenze leben und die Mindestschwelle für Ernährungssicherheit (2100 kcal pro Person täglich) nicht erreichen.

Vor allem Frauen sind gefährdet

Städte und ländliche Gegenden sind gleichermaßen betroffen, in allen Landesteilen vor allem Menschen, die im „informellen Sektor“ arbeiten: Kleinbauern, Straßenhändler, Müllsammler. Die informelle Wirtschaft macht in Simbabwe 60,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und kam durch den Lockdown zum Erliegen. Einem aktuellen Bericht des Gewerkschaftsverbands „Zimbabwe Council of Trade Unions“ zufolge sind Frauen aufgrund ihrer doppelten Rolle als Händlerinnen und Betreuerinnen innerhalb Familien stärker gefährdet, sich anzustecken und andere anzustecken.

Hygieneartikel und Aufklärung

Um ein weiteres Ausbreiten von COVID-19 zu verhindern, sammelt die Diözese Chinhoyi wichtige Materialien wie Wassereimer, Handdesinfektionsmittel und Masken. Ein Einsatzteam ermittelt den Bedarf in verschiedenen Städten und Dörfern und verteilt die Artikel an öffentliche Einrichtungen wie Kliniken, die im Durchschnitt mehr als 100 Menschen pro Tag aufnehmen und damit besonders gefährdet sind.
Zudem wenden die die Mitarbeiter gezielt an Dorfvorsteher und andere Multiplikatoren, um das Bewusstsein für den Kampf gegen COVID-19 zu schärfen.

Corona-Hilfe weltweit

Länder:
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Partner:
Jesuitische Einrichtungen und Projektpartner weltweit

Kontext:
Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung, Hygieneartikeln, Grundnahrungsmitteln und Unterrichtsmaterialien, Begleitung von besonders gefährdeten Familien

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