Simbabwe: Acht Millionen hungern

An ausgetrockneten Flussläufen versuchen Menschen Fische zu angeln – oft vergeblich.

Die Nahrungsmittelknappheit in Simbabwe nimmt dramatische Züge an. Bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Harare sind die katholischen Bischöfe des Landes mit einem dringenden Spendenappell an die Öffentlichkeit gegangen: Fast acht Millionen Menschen leiden Hunger. Die Folgen der anhaltenden Dürre werden durch die Wirtschaftskrise massiv verschärft.

Der Präsident der katholischen Bischofskonferenz (ZCBC) in Simbabwe, Erzbischof Robert Ndlovu, stellte klar, dass der Mangel an Lebensmitteln mittlerweile nicht mehr nur die Landbevölkerung betreffe, sondern auch in den Städten zu einem großen Problem geworden sei. Leidtragende seien vor allem Schulkinder, Neugeborene und ihre Mütter sowie Flüchtlinge. Ndlovu: „Millionen Arme hungern.“ Viele Babys kämen mit Mangelerscheinungen auf die Welt. Ihre Mütter produzieren möglicherweise nicht genug Muttermilch, da viele von ihnen nur einmal am Tag essen. Dies wirke sich auf die Entwicklung und das Wachstum der Kinder aus.

Planziel der Bischöfe ist, zunächst eine Million US-Dollar für das erste Hilfsmaßnahmen zu sammeln: Sie sollen „die Schwächsten erreichen“, benötigt werden vor allem Grundnahrungsmittel wie Mais und Mehl, Speiseöl, Bohnen und andere nahrhafte Lebensmittel.

Die Nachwehen von Zyklon Idai

Abgesehen von der Dürre und dem wirtschaftlichen Zusammenbruch leiden die Menschen in einigen Provinzen weiter unter den Auswirkungen des Zyklons Idai, der das Land im März 2019 heimgesucht hat. Bischof Paul Horan O'Carm von der Diözese Mutare bekräftigte, dass bereits „erhebliche Fortschritte“ erzielt wurden, aber weitere Hilfe dringend nötig sei. Wichtig sei vor allem die Versorgung mit Saatgut und Düngemitteln, um den Betroffenen schnell einen eigenen Lebensunterhalt zu ermöglichen.

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