Der tägliche Kampf ums Überleben verschärft sich

Die strikte Ausgangssperre in Peru erschwert armen Familien den Kampf ums tägliche Überleben.

Gabriela Rentería Hernández, Direktorin von CANAT, dem Zentrum für gefährdete Kinder und Jugendliche im peruanischen Piura, schlägt Alarm: Die strengen Ausgangssperren aufgrund Covid-19 verursachen Einkommensausfälle. Die Maßnahmen der Regierung erreichen nicht alle. CANAT will die Ärmsten mit Lebensmitteln erreichen. Die deutschen Jesuit Volunteers haben derweil ihr Freiwilligen-Programm abgebrochen und wurden wie alle Ausländer ausgeflogen.

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie (480 gemeldete Fälle am 26. März) einzudämmen, greift die peruanische Regierung zu drastischen Mitteln. Piura ist nach Lima die Stadt mit der höchsten Zahl von Infizierten. Gabriela Rentería Hernández berichtet: „Wir stehe alle unter Quarantäne.“ Nachts ist das Militär auf den Straßen, um die Ausgangssperre durchzusetzen.

Nothilfe für gefährdete Familien

Gabriela: „Alle sind solidarisch, aber wissen, dass das öffentliche Gesundheitssystem im ganzen Land sehr schlecht ist. Und das ist die größte Gefahr!“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Canat arbeiten von zu Hause aus und versuchen, Wege zu finden, die Familien zu unterstützen, die am meisten gefährdet sind, berichtet die CANAT-Direktorin.

Aber: „Viele Menschen stehen vor massiven Problemen. Um zu überleben, müssten sie jeden Tag zur Arbeit gehen, und können es jetzt nicht mehr. Die Regierung gibt ein wenig Unterstützung, aber nicht jeder hat Zugang. Also kämpfen wir jetzt dafür, dass diese Familien miteinbezogen werden und bitten um die Erlaubnis, uns Lebensmittel verteilen zu lassen, um Soforthilfe leisten zu können.“

Spenden und helfen:

Viele Familien werden, so Gabriela, das ganze Jahr über Unterstützung brauchen. Helfen wir den Ärmsten der Armen von Piura, die Krise zu überstehen

Jesuit Volunteers verlassen CANAT

Aufgrund der Covid-19-Krise hat die peruanische Regierung die Ein- und  Ausreise ausgesetzt.  Wie alle Bundesbürger werden auch unsere Freiwilligen per Luftbrücke aus dem Land gebracht: „Es gab noch so viel, was ich mir vorgenommen habe für die nächsten Monate, was ich noch machen und erreichen wollte“, berichtet JV Benedikt Wendte, „das fällt jetzt alles leider weg. Allerdings ist es, aus meiner Sicht zumindest, die richtige Entscheidung der deutschen Regierung, uns hier rauszuholen.“

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