Neue Wege im Reisanbau führen aus der Krise

Aufgrund der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben Hunderttausende Kambodschaner ihre Jobs verloren. Viele müssen Kredite aufnehmen, um ihre Existenz zu sichern. Einen Ausweg bietet die Landwirtschaft: Dank der Reis-Anbaumethode SRI (System of Rice Intensification) können sich viele Familie ein kleines Einkommen und Nahrung sichern. Die Situation ist trotzdem schwierig. Das zeigen die Geschichten einiger Personen, die uns erreichen.

Nouv Sao Noun: Die Grundversorgung ist gesichert

Nouv Sao Noun, 73 Jahre alt, kommt aus dem Dorf Prek Takong in der Provinz Pursat. Er lebt mit seinem Enkel und seiner Frau, die für eine Wasserfilterfirma in Pursat arbeiten. Sie sind auf Reis- und Gemüseanbau angewiesen und ziehen auch Kühe und Hühner auf, um Einkommen zu generieren. Er trat 2019 dem SRI-Programm (System of Rice Intensification) bei, nachdem er die Ergebnisse auf der Farm des Teamleiters gesehen hatte. In der Saison 2019 probierte er SRI auf 600 Quadratmetern aus, während er auf dem verbleibenden einen Hektar, Reis auf traditionelle Weise anbaute. Die Ernte auf dem SRI-Grundstück war großartig, daher wird er dieses Jahr SRI auf 1600 m² durchführen: „Ich freue mich sehr, wieder SRI-Züge einsetzen zu können. Die Gruppenmitglieder helfen mir immer, wenn sie um Hilfe gebeten werden.“ In diesem Jahr erwartet er wieder einen großen Reisertrag.

Peng Sarith: 2000 Quadratmeter Hoffnung

Peng Sarith ist 30 Jahre alt und lebt im Dorf Keo Mony. Ihr Mann ist Bauarbeiter. Ab und zu half das Ehepaar bei der Ernte von Wassermelonen. Das Einkommen war niedrig. Im Jahr 2020 wurde ihre Tochter krank und Frau Sariths Mann verlor seinen Job. Die beiden nahmen einen Mikro-Kredit auf, um zu überleben. Ohne eigenes Ackerland pflanzen sie neben ihrem Haus ein bisschen Gemüse an.Jetzt kooperiert Peng Sarith mit fünf Landwirten und bereitet mit ihnen Reissetzlinge der Sorte Choul Zafür die Aussaat vor. Gemeinsam werden sie auf 2000 m² mit der SRI-Methode beginnen.

Corona traf die Familie hart, doch Anfang August fand ihr Mann einen Job bei einer Sanitärfirma, wo er für 175 Dollar im Monat von Montag bis Sonntag täglich 12 Stunden hart arbeiten muss. Pheng Sarith selbst sammelt zusammen mit einer Gruppe zwei bis drei Tage pro Woche Müll und kann so 50 bis 60 Dollar pro Monat beisteuern. Zwei mal pro Woche kümmert sie sich um das Haus und die neuen Felder.

Chhoeurn Makara: Ein Jugendlicher unterstützt seine Familie

Chhoeurn Makara ist 18 Jahre alt und lebt im Dorf Keo Mony. Er hatte sein Dorf verlassen, um als Aushilfe bei der Reparatur von Klimaanlagen zu arbeiten. Jetzt arbeitet er mit seinem ältesten Bruder auf einer Baustelle und hilft zuhause: "Meine Familie hat nicht genug Geld, um Lebensmittel, Reis, Wasser und Kleidung zu kaufen. Meine Eltern haben beschlossen, Kredite zu beantragen“, sagt er.  Er möchte alles tun, um die Situation zu verbessern. Nach der COVID-19-Krise will er weiterhin Hühner aufziehen, Gemüse pflanzen und nach einer entsprechenden Schulung Reis mit der SRI-Methode anbauen, ohne den Einsatz chemischer Düngemittel und Herbizide.  Zusammen mit anderen Jugendlichen kümmert es sich gerade um den benötigten Kompost und die Felder für den Reisanbau vorzubereiten. 

Corona-Hilfe weltweit

Länder:
weltweit

Partner:
Jesuitische Einrichtungen und Projektpartner weltweit

Kontext:
Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung, Hygieneartikeln, Grundnahrungsmitteln und Unterrichtsmaterialien, Begleitung von besonders gefährdeten Familien

So können Sie helfen:
Alle Spenden fließen in unsere weltweite Corona-Nothilfe und werden bedarfsgerecht verteilt

Ihre Spende hilft

Jetzt online spenden

Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X20010 freie Spende

Bank: Liga Bank
IBAN:DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC:GENO DEF1 M05