Nach dem Regen droht der Hunger

Starke Niederschläge und Überschwemmungen haben riesige Anbauflächen im Südsudan zerstört – auch die Felder der Landwirtschaftsinitiative MAJIS in Rumbek. Hunderttausende Menschen sind obdachlos geworden. Die Hochwasserkrise verschärft die desolate wirtschaftliche Situation des ostafrikanischen Landes massiv.

Jesuitenpater Augostine Edan Ekeno zeichnet ein düsteres Lagebild: „Durch die sintflutartigen Regenfälle und Überschwemmungen im gesamten Südsudan droht eine Hungerkatastrophe. Hunderttausende Menschen sind ohne Obdach.“ Im ganzen Land gingen unzählige Hektar an Feldern verloren, Nutzvieh wurde weggeschwemmt oder ist ertrunken. Damit wächst nicht nur das das Risiko einer erhöhten Ernährungsunsicherheit, sondern auch die Infektionsrate durch Brackwasser übertragener Krankheiten.

Abgeschnitten von der Versorgung

Pater Ekeno schreibt aus Rumbek: „Die einzige Straße, die uns mit der Hauptstadt Juba verbindet, wurde zerstört, was bei uns zu einem massiven Mangel an Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern geführt hat.“ Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) handelt es bei den anhaltenden Überschwemmungen um die schlimmsten seit 60 Jahren.

Diese Überschwemmungen haben auch Eigentum und Ernten des jesuitischen Multi Educational and Agricultural Institute (MAJIS) nicht verschont. Achtzig Prozent des gesamten Landes von MAJIS, das mit Erdnüssen und Getreide bepflanzt ist, ging in diesem Jahr verloren.  Die Überschwemmungen bringen auch große sanitäre Probleme mit sich: Die Toiletten der an MAJiS angeschlossenen Grundschule etwa gingen in den Sturzfluten unter.

Die Hochwasserkrise verschärft die desolate wirtschaftliche Situation im Südsudan: Nachdem das Straßennetz zusammengebrochen ist, wurden Lebensmittel und andere Güter unerschwinglich für die meisten Bürgerinnen und Bürger, „ausgerechnet jetzt, da die südsudanesische Regierung die Einführung einer neuen Währung erwägt, um die lähmende Wirtschaftskrise zu überwinden“, klagt Pater Ekeno.

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