Mit voller Wucht

Infektionen und Todesfälle: die Corona-Statistik von REPAM am 1. Februar 2021.

Eine verheerende zweite COVID-19-Welle wütet im brasilianischen Amazonas-Gebiet: Das Gesundheitssystem ist längst kollabiert, auf 100.000 Menschen kommen mittlerweile 190 Todesfälle, die höchste Sterberate im ohnenin Corona-gebeutelten Brasilien. Bis jetzt verzeichnet der Amazonas-Bundesstaat nach offiziellen Angaben 266.000 Infektionen und 8.000 Todesfälle. Für alle Anrainerstaaten der Amazonas-Region zählen unsere Partner vom Amazonien-Netzwerk REPAM Anfang Februar 1.913.661 Infektionen und 46.509 Todesfälle.

Nach Weihnachten  hat sich die Lage weiter verschärft. In der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, Manaus, wurde ein neuer Stamm des Coronavirus identifiziert, der nun die Region dominiert. Nach Angaben der örtlichen Caritas warten allein in der Stadt Manaus mindestens 600 Menschen auf ein Krankenhausbett: "Es gibt jetzt mehr Menschen, die zu Hause behandelt werden als in Krankenhäusern. Diese Patienten brauchen Medikamente und klinischen Sauerstoff.“ Besonders prekär sei die Lage für die Obdachlosen der Stadt.

Indigene Gemeinschaften besonders gefährdet

Kleinere Städte und abgelegene Regionen trifft die Wucht der zweiten Corona-Welle noch härter: Einige wenige Krankenhäuser, die in der Lage sind, COVID-19-Patienten zu behandeln, sind bereits voll ausgelastet.

Am schlimmsten wütet das Virus in den Siedlungen der Ureinwohnern und afrobrasilianischen Quilombola: So würden in vielen Dörfern bis zu 20 Prozent aller Einwohner positiv getestet, berichtet die Mitarbeiterin einer indigenen Krankenstation im Magazin crux.

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