„Ein Buch, dem man viele Leser wünscht, die dann auch handeln“

Allmonatlich geben Borromäusverein und St. Michaelsbund eine religiöse Literaturempfehlung: Für Juni 2020 hat sich die Jury auf „Handelt!“ geeinigt: Die jüngste Veröffentlichung von Jörg Alt SJ sei „ein engagiertes, klar strukturiertes und allgemein verständlich gehaltenes Plädoyer für eine menschenfreundlichere Zukunft“. Wer nachhaken möchte: Am 4. Juni lädt die Katholische Sozialakademie Österreichs zu einem virtuellen Themenfrühstück mit Pater Alt.

Die Welt nach der Corona-Krise wird eine andere sein. Aber wie sollte sie aussehen? Nur Mundschutz tragen und mindestens 1,50 m Abstand zu anderen Menschen halten? Kaum. Und: Was haben die Christen dazu beizutragen, handelt es sich bei Alts Buch gemäß Untertitel um „einen Appell an Christen und Kirchen, die Zukunft zu retten“..?

Zusammenrücken angesichts der globalen Herausforderungen

Der Jesuit Jörg Alt präsentiert, schreiben die Verantwortlichen der Jury in ihrer Laudatio, „die Vision einer sozial gerechteren und ökologisch nachhaltiger gestalteten Zukunft auf Grundlage der katholischen Soziallehre. Er nimmt dabei eine europäische Perspektive ein und lässt die Staaten der EU angesichts der globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Finanz- und Offshore-Kapitalismus und Gefährdung der Demokratie enger zusammenrücken.“ Alts Vision: Europa lanciert „ein Bündel von Maßnahmen, das „das Wohl der vielen über die Profite der wenigen“ stellt und den „Produktions- und Konsumstil sozial gerecht und ökologisch nachhaltig“ umbaut.

Christen für den Wandel

Unterstützung könnte, so der Jesuitenpater und Mitarbeiter im Nürnberger Büro von jesuitenweltweit, von der Katholischen Kirche kommen, „wenn sie aufhören würde, sich vor allem mit sich selbst zu beschäftigen“. Viele der weltweit ca. 1,3 Milliarden Katholiken (und 2,2 Milliarden Christen) setzten sich bereits (noch vereinzelt) für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ein oder für ökologische und gerechte Produktions- und Handelspraktiken. Diese „Anwaltschaft müsste freilich viel offensiver, häufiger, koordinierter und auch parteiischer geschehen“, fordert Alt:  Parteinahme sei eine Verpflichtung aufgrund der vorrangigen Option für die Armen.

„Ein Buch, dem man viele, viele Leser wünscht, die dann auch handeln“, urteilen Borromäusverein und St. Michaelsbund abschließend in ihrer Leseempfehlung.

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