„Das Virus weckt Erinnerungen an Angst und Tod“

Zeltstadt in einem syrischen Flüchtlingslager im Libanon. Foto: Schenck CJ

Der Syrienkrieg geht ins zehnte Jahr, die Corona-Pandemie wütet auch im Libanon: Die geflüchteten Menschen in der Lagern der Bekaa-Ebene befinden sich in "einer existenziell schwierigen Situation“, schreibt Anna Schenck CJ, bis vor Kurzem Freiwillige des libanesischen Jesuiten-Flüchtlingsdienstes. In Syrien trotzen JRS-Mitarbeiter den Risiken und versuchen, in einigen kriegszerstörten Gegenden die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten.

Die Ausbreitung des COVID-19-Virus bringt neues Leid in eine Weltregion, die seit 10 Jahren Schauplatz von Gewalt und Vertreibung ist: Die Wirtschaftskrise verschärft sich, die Nichtregierungsorganisationen bangen um die Zukunft ihrer Projekte. Massive Einschränkungen im Reiseverkehr haben dazu geführt, dass auch Anna Schenck „quasi von einem Tag auf den anderen“ aus dem Libanon abreisen musste. In ihrem Abschlussbericht schildert sie die prekäre Lage der geflüchteten Familien und bittet um Unterstützung für die Arbeit des JRS.

Eine neue Bedrohung

Pater Sami Hallak vom JRS Syria berichtet derweil aus Aleppo: „Das Coronavirus weckt Erinnerungen an Krieg und Tod.“ Die Bevölkerung ertrage die neue Bedrohung stoisch. In zwei Zentren versucht der JRS mit medizinischen Angeboten, 8.500 Familien zu erreichen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen die Risiken in Kauf: „Was ist die wichtigste Mission während einer Epidemie? Ist das nicht die medizinische Mission?“, gibt Pater Sami in einem Interview mit onetz.de zu bedenken: „Deshalb wollen sie weitermachen, zumal wir in Gebieten arbeiten, in denen aufgrund des Krieges keinerlei medizinische Versorgung besteht.“

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