Eine Pfarrgemeinde engagiert sich: Marktl am Inn für die Tribals in Indien

„Schulbildung für die Ärmsten in Indien“ - unter diesem Motto unterstützt die Pfarrgemeinde Marktl am Inn Pater Chalil SJ in Südindien dabei, den Kindern der sogenannten Tribals eine Zukunft durch Bildung zu ermöglichen.

2015: Feierliche Einweihung und Gebete für die Freunde in Deutschland

Das Internat wird eingeweiht. – Der 30. April 2015 war ein ganz besonderer Tag für die sogenannten Tribal-Kinder, die Kinder der indigenen Bevölkerung der im südindschen Bundesstaat Kerala gelegenen Region Wayanad: Nachdem am 30. Mai 2013 Pater Chalil mit seinen Mitarbeitern den Grundstein für das neue Internat gelegt hatte, konnte nun die Einweihungsfeier begangen werden. Damit haben die Schülerinnen und Schüler, die in das Hostel ziehen, deutlich verbesserte Bildungsmöglichkeiten: sowohl Bildung im schulischen als auch im Sinne einer persönlichen Entwicklung. Denn ohne die Arbeit des indischen Jesuitenpaters Baby Chalil SJ und seiner Mitarbeiter, wäre Bildung für die Kinder der indigenen Bevölkerung nicht möglich, da diese außerhalb der Kasten stehen und somit vom Rest der Gesellschaft stark benachteiligt werden.

Dieser Freudentag konnte gefeiert werden, dank der Großzügigkeit und des unermüdlichen Engagements von Einzelpersonen und Gruppen aus Marktl am Inn. Seit 2012 unterstützt die Gemeinde das Tribal-Projekt von Pater Chalil. Über 33.000 Euro Spenden hat die Gemeinde seitdem gesammelt. Möglich wurden diese Spenden durch verschiedenste Aktionen. Ihnen allen ein besonderes Vergelt’s Gott.

2013: Benefiz-Pilgerfahrt

Quelle: Passauer Neue Presse; Bild: A. Kleiner

Eine Pilgerfahrt wird zur Benefiztour - das ist die neueste Aktion der einfallsreichen katholischen Pfarrei St. Oswald im Kreis Altötting: Und eine zweite Pfarrei in Oberbayern, die Gemeinde von Stammham (Kreis Eichstätt), zieht am selben Strang. Zwei sportliche Rentner, Fritz Unterbuchberger aus Marktl und Emmeram Roider aus Laberweinting, sind Ende Mai 2013 auf ihre Fahrräder in Richtung Frankreich und Spanien gestiegen. Ihr Ziel ist der weltberühmte Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Rund sechs Wochen dauert ihre Tour über den Jakobsweg, der sie auch über den französischen Pilgerort Lourdes führt. Die beiden Männer verstehen ihre Reise als spirituelle Unternehmung und persönliche Dankeswallfahrt.

Die Pfarrgemeinde in Marktl – übrigens die Heimatgemeinde von Papst Benedikt XVI. – unterstellte die Pilgerfahrt ihres Gemeindemitglieds Fritz Unterbuchberger und seines Begleiters einem guten Zweck. Jeder zurückgelegte Kilometer wird mit 50 Cent versilbert, gespendet durch die Daheimgebliebenen. Während die Radler unterwegs sind, können die Bürger in Marktl und in Stammham nach jedem Sonntagsgottesdienst eine bestimmte Kilometerzahl sponsern und den aktuellen Stand auf der 2600 Kilometer langen Strecke erfahren. Auf diese Weise sollen mindestens 1300 Euro zusammenkommen. Die Summe fließt dann in den Bau eines Schülerheims für Tribal-Kinder in der Region Wayanad im südindischen Bundesstaat Kerala.

2013: Der Grundstein für die Bildung ist gelegt

Der indische Jesuitenpater Baby Chalil setzt sich dort für die Kinder der Ureinwohner ein, die in der indischen Gesellschaft stark benachteiligt werden. Als Nicht-Hindus stehen sie außerhalb und damit unterhalb der Kasten, leben abgeschieden und in äußerster Armut. Die wenigsten können lesen und schreiben. Die Kinder der Tribals haben somit immer noch extrem schlechte Aussichten auf Schulbildung. Pater Chalil und seine Mitarbeiter konnten am 30. Mai 2013 bereits den Grundstein für das neue Schülerheim legen.

2012: Begegnungsabend mit Pater Chalil

Am 13. September fand in der Pfarrei Marktl am Inn ein Begegnungsabend mit Pater Chalil statt. Die lokalen Presse berichtet:

1400 Euro für Indien-Hilfsaktion

Marktl. Ein erfreuliches Ergebnis erbrachten Hilfsaktionen für die Ärmsten in Indien: Initiator Heribert Wiesheu (rechts) konnte im Beisein von Pfarrer Josef Kaiser (2. v. li.) dem Jesuitenpater Father Chalil (2. v. re.), der im Bezirk Wayanad im Bundesstaat Kerala tätig ist, 1400 Euro für seine segensreiche Arbeit übergeben. Rund 894 Euro hatten der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung aus Marktl und Stammham beim Flohmarktverkauf auf dem Jakobimarkt erwirtschaftet; 446 Euro kamen beim Begegnungsabend mit Father Chalil zusammen; vom Verkauf von Waren aus dem Missionsladen blieben 60 Euro übrig, die Alexandra Ruhland (li.) übergab. Beim Begegnungsabend im Pfarrersaal berichtete der Jesuitenpater von seiner schwierigen Arbeit für die Kinder und deren Schulbildung in sehr abgelegenen Gegenden Indiens, wo die Menschen am Rande der Gesellschaft leben, und dankte im Namen seiner Schützlinge für die Unterstützung.

(Altöttinger-Neuöttinger-Nachrichten vom 20. September 2012)

Freundschaft und Partnerschaft seit 2012

Die Gemeinde St. Oswald unterstützt das Projekt intensiv seit 2012. Schon 11.000 Euro hat sie an Pater Chalil weitergereicht: etwa aus Kollekten, Flohmarktverkäufen und privaten Spenden. Frau Agnes Baumann ist seit Anfang dabei und spendet alle Erträge aus den Verkäufen ihrer selbstgenähten Produkte. Die Gemeindemitglieder Gertraud und Heribert Wiesheu organisierten den Deutschlandbesuch des Paters im September 2012. Sie stehen regelmäßig in Kontakt mit ihm und freuen sich über die Fortschritte in der Arbeit mit den Kindern. Auf die vielen Einladungen des Paters nach Kerala sind sie bisher noch nicht eingegangen. „Wir geben das Geld lieber erst einmal ihm“, sagen Gertraud und Heribert Wiesheu.

Ihre Unterstützung für Pater Chalil

Jesuitenmission
Konto 5 115 582
Liga Bank BLZ 750 903 00

IBAN: DE61750903000005115582
SWIFT-BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: X36401 Tribalprojekt P. Chalil


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Pater Baby Chalil aus Kerala dankt allen Spenderinnen und Spendern, die die Kinder der Tribals seit so vielen Jahren unterstützen!