Afghanistan braucht Frieden – Südtiroler Schüler helfen mit

Margret Bergmann, eine pensionierte Lehrerin aus Bozen in Südtirol, fühlt sich mit Afghanistan und seinen Problemen seit 2001, seit dem Krieg der USA gegen das Talibanregime, verbunden. Seit 2007 arbeitet Sie eng mit dem JRS mzusammen und unterstützt dessen Arbeit mit Benefizaktionen, indem sie beispielsweise Märchenabende aufführt oder in Diavorträgen von ihren Reisen in das geschundene Land berichtet. Für ihren Einsatz in der Leseförderung und als Friedensbotschafterin verlieh das Land Tirol Margret Bergmann im September 2012 das Verdienstkreuz.

9000 Bilder spielten 20.000 Euro ein

Die Organisatorinnen Dr. Petra Eisenstecken (l.) und Dr. Margret Bergmann.

Ihr jüngstes Hilfsprojekt erzeugte überwältigend große Resonanz. Margret Bergmann und ihre befreundete Mitorganisatorin Petra Eisenstecken forderten sowohl Südtiroler als auch afghanische Schüler auf, ihre persönlichen Visionen des Friedens zu Papier zu bringen und sich auf diese Weise auch mit Politik auseinanderzusetzen. „Malen wir den Frieden, damit Frieden werde“ nannten sie die Aktion. „Wir hatten die Hoffnung, dass sich einige Schulleiter für das Thema interessieren. Aber wir haben nie mit dem gerechnet, was kam“, erzählt Frau Bergmann. Mehr als 9000 gezeichnete und gemalte Friedensbilder gingen ein. Rund 400 Südtiroler Schulen machten mit, dazu acht aus Afghanistan. Etwa 350 ausgewählte Schülerbilder waren im April 2012 in einer Ausstellung in Bozen zu sehen.

Sponsoren hatten zugesagt, pro Bild einen Euro für die Bildungsarbeit des JRS zu spenden. Schließlich kamen 20.000 Euro zusammen. Der Flüchtlingsdienst konnte davon sowohl Unterrichtsmaterial für seine Schulen beschaffen als auch das Technische Institut in Herat weiter ausbauen.

Die Schule in Herat kann weiter wachsen

Im Juni hat Margret Bergmann sich vor Ort von der Verwendung der Spendengelder ein Bild gemacht. „Ich habe die freudestrahlenden Gesichter der afghanischen Studentinnen und Studenten gesehen“, schwärmt sie. „Voller Stolz zeigte und erklärte mir der Direktor den soweit gediehenen Neubau und sprach von der Hoffnung, durch Spenden den geplanten dreistöckigen Neubau vollenden zu können.“

In ihrem Blog schreibt Margret Bergmann über ihr Engagement für Afghanistan.

Margret Bergmann,

„Botschafterin des Wortes“,
erhält das Tiroler Ver­dienst­kreuz. Mehr erfahren

Die Arbeit der Jesuiten in Afghanistan

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