Acht Monate Geiselhaft

Der indische Jesuit Alexis Premkumar wurde im Juni 2014 von einer Taliban-Gruppe in Afghanistan entführt und acht Monate festgehalten. Bei seinem Besuch in Nürnberg erzählte er Journalisten, wie er diese Zeit überlebt hat.

Es war ein tagelanger Kampf mit behördlichen Strukturen, bis es am Ende doch noch klappte: Pater Alexis Premkumar aus Indien bekam im zweiten Anlauf von der deutschen Botschaft in Chennai das Visum für seine Europareise jetzt im Sommer. Er möchte sich persönlich bei allen bedanken, die während seiner achtmonatigen Entführung in Afghanistan an ihn gedacht und ihm Kraft gegeben haben. Für den 48-jährigen Jesuiten steht fest: „Meine Befreiung wurde dadurch ermöglicht, dass so viele Menschen während meiner Gefangenschaft für mich gebetet haben.“

An die Grenzen gehen

Alexis Premkumar war im Jahr 2011 nach Afghanistan gegangen, um dort für den Flüchtlingsdienst der Jesuiten (JRS) Bildungsprojekte zu betreuen. Am 2. Juni 2014 wurde er nach dem Besuch einer Schule, die sich vor allem auch für die Bildung von Mädchen einsetzt, von einer Taliban-Gruppe entführt. Es folgten lange Monate der Ungewissheit, bis Pater Prem im Februar 2015 auf Vermittlung der indischen Regierung freigelassen wurde. Mitglieder des Jesuitenordens haben den Auftrag, an die Grenzen zu gehen. Und damit sind nicht nur geographische Grenzen gemeint. Es geht darum, sich in schwierigen Lagen für die Armen und Ausgegrenzten dieser Welt einzusetzen – unabhängig von Religion, Kultur, Herkunft. Dass dies nicht immer ungefährlich ist, zeigt das Beispiel von Pater Prem.

Exerzitien in einer Felsenhöhle

Bei seinem Besuch in Nürnberg hat er einem kleinen Kreis von Journalisten sehr eindrücklich von seinen Erfahrungen erzählt. Er ist von seinen Entführern an verschiedenen Orten festgehalten worden, unter anderem in einer Felsenhöhle. Die Übungen aus den ignatianischen Exerzitien haben ihm geholfen, die Ungewissheit und Bedrohung auszuhalten. Diese spirituelle Schulung, in die er sich als Jesuit eingeübt hat, sei seine Rettung gewesen während der achtmonatigen Gefangenschaft.

Die Erfahrungen von Pater Prem können Sie hier in einigen Online-Artikeln nachlesen, die nach seinem Besuch in Nürnberg erschienen sind:

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