Erholung am Meer

Der Yssyk-Kul See ist der zweitgrößte Gebirgssee der Welt. Die Jesuiten bieten hier Ferienlager für Kinder aus ganz Kirgistan an: ob christlich oder muslimisch, ob mit oder ohne Handicap. Doch das Zentrum kann aufgrund des Platzmangels viele geplante Angebote nicht verwirklichen

Ein Zentrum für alle Kinder Kirgistans

Das Yssyk-Zentrum zieht Kinder aus ganz Kirgistan an. Natürlich, der See ist eine Sehenswürdigkeit, die Touristen aus der ganzen Welt anlockt. Aber vor allem wird wohl kaum woanders in Kirgistan solch ein Ferienprogramm für Kinder geboten – gleich ihrer finanziellen Möglichkeiten, ihrer Religionszugehörigkeit und ob mit oder ohne Behinderung. Astronomie-Camps, katholische Jugendfreizeiten, Physiotherapie für muslimische Kinder mit Behinderung – eine erholsame Zeit am See ist für alle dabei. Doch um die Angebote aufrecht zu erhalten und auszuweiten, ist das Team um Damian Wojciechowski SJ auf Unterstützung angewiesen.

Tausend Kinder im Jahr

Die meisten Gruppen, die das Zentrum besuchen, zahlen je nach finanziellen Möglichkeiten etwas für den Aufenthalt. „Aber von manchen verlangen wir nichts“, sagt Pater Damian Wojciechowski, der das Zentrm leitet: „Sie haben schlicht und einfach nicht genug Geld.“ Ohne Zweifel ist die Arbeit des Yssyk-Zentrums die größte pastorale und wohltätige Arbeit der katholischen Kirche in Kirgistan. Das Projekt erreicht jährlich über 1000 Kinder mit psychischen, physischen und sozialen Schwierigkeiten – gleich welcher Religion. Viele der Eltern sind Muslime. Die Kirgisen sind von Natur aus fromm und offen gegenüber anderen Religionen. Sie sind überzeugt, dass Gott ihren Kindern mehr helfen kann als Ärzte.

Behinderung als Strafe

Kinder mit Behinderung werden im überwiegend muslimisch geprägten Kirgistan häufig noch als Bestrafung für die Sünden der Eltern gesehen. Die Eltern werden stigmatisiert. Oft verlässt der Mann seine Frau und gründet eine zweite Familie. Die Frau muss sich also ohne jegliche Unterstützung um ein behindertes Kind kümmern. Wie soll sie da einer anderen Arbeit nachgehen und Geld verdienen? Das Kind wird oft in einem Raum weggesperrt, wo es keine Möglichkeit für Körperübungen oder sonstige Aktivitäten gibt. Es mangelt an Angeboten für Physiotherapie oder sonstiger Stimulation. Bedingungen, die in anderen Ländern mit Sicherheit als unzulänglich gelten würden.

Mehr Platz für mehr Möglichkeiten

IslBG

Das Zentrum kann aufgrund des Platzmangels viele geplante Angebote nicht verwirklichen. Die Physiotherapie für Kinder mit Behinderung muss im Speisesaal stattfinden und es fehlt an Schlafräumen. Manche Kinder werden in Zelte ausquartiert. Daher werden auch nur kurze Ferienlager angeboten, was angesichts der langen Anfahrt von bis zu zwei Tagen nicht angemessen ist. Das neue Gebäude ist dringend notwendig, um eine gute Betreuung und Versorgung für die Kinder sicherzustellen. Auf 220.000 Euro belaufen sich die Kosten für den Bau.

Projekt X31184 Kirgistan

Ort:
Yssik-Kul-See in Kirgistan

Partner:
P. Damian Wojciechowski SJ

So hilft Ihre Spende:
Das jetzige Gebäude bietet nicht ausreichend Räume für verschiedene Aktivitäten, wie Physiotherapier. Auch die Schlafräume werden auf Dauer nicht ausreichen. Ziel ist es, möglichst vielen Kindern die Teilnahme am Ferienlager zu ermöglichen und die Funktionalität des Zentrums zu erhöhen.

So können Sie helfen:

  • 150 Euro kosten 10 Tage Erholung für ein Kind, inklusive Unterkunft, Essen und Transport

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X31184 Kirgistan

Bank: Liga Bank
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