ESIL – Hoffnung für Mosambiks armen Nordwesten

Die Abkürzung ESIL steht für „Escola Secundária Inácio de Loyola – Ignatius-von-Loyola-Sekundarschule“ und ist ein Versprechen: Bildung in eine Gegend im Süden Afrikas zu tragen, in der ein Riesenbedarf herrscht

Ein neue Aufgabe für Padre Fernando

2017 ist Padre Fernando – in Deutschland besser bekannt als Pater Heribert Müller – im Hochland Mosambiks angekommen, um im Ort Chividzi die „Escola Secundária Inácio de Loyola“ – die Ignatius-von-Loyola-Sekundarschule, kurz: ESIL – zu leiten. Der Nordwesten des Landes, das Grenzgebiet zu Malawi, leidet noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs (1976-1992) und benötigt dringend gut ausgebildete junge Leute.

Mosambik: vom Krieg gezeichnet

Auch wenn die Waffen schweigen, ist vor allem der ländliche Nordwesten des Landes noch immer betroffen. 76 % der Menschen in der Provinz Tete leben von Landwirtschaft und Fischerei, doch weite Gebiete sind Landminen-verseucht, es gibt kaum Zugang zu Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahn, Elektrizität, Brücken, Internet. Und Schulen: In Tete – dort leben auf 100.724 Quadratkilometern fast drei Millionen Menschen – „gibt es gerade mal zwei Einrichtungen, die zum Abitur führen“, sagt Pater Müller. Die Region litt auch nach dem Friedensabkommen 1992 weiter unter den Folgen des Kriegs, als Hunderttausende Flüchtlinge zurück ins Land strömten. „Viele von ihnen sprechen kein Portugiesisch“, weiß Pater Müller, doch das Beherrschen der Amtssprache ist unerlässlich für einen höheren Bildungsabschluss.

14 Klassenzimmer für 670 Schüler

Hier setzen die Jesuiten an und hoben 2014 im Provinzstädtchen Chividzi die Loyola-Schule aus der Taufe. Sie bietet mittlerweile in 14 Klassenzimmern Platz für 670 Schüler, weitere 30 Plätze sind geplant. 280 Mädchen und Jungen leben im angeschlossenen Internat. Doch der Betrieb kostet Geld: Zwar werden 13 der 16 Lehrkräfte durch staatliche Mittel bezahlt, aber vor allem die Unterbringung und Verpflegung der Schüler bereitet Pater Müller Sorgen.

Eine Schule trägt zur Entwicklung der ganzen Region bei

„Wir versuchen, einen Teil der Lebensmittel selbst anzubauen“, berichtet er. Tomaten, Kartoffeln und Zwiebeln gedeihen schon prächtig, decken aber noch lange nicht den Bedarf: „Wir wollen in die Region investieren und die Lebensmittel bei Bauern aus der Nachbarschaft kaufen“, sagt er. Die Schule soll sich zu einem echten Zentrum fürs gesamte Umland entwickeln. Dazu gehört auch, dass man als Institution den Bau von Brunnen in den Dörfern finanziert. Dort kommen schließlich Hunderte Schüler unter, die sich das Internat nicht leisten können. Unerlässlich zudem: Sprachkurse in Portugiesisch für die Schüler außerhalb des Lehrplans, „damit sie im Unterricht überhaupt folgen können“. Die lokale Sprache ist nämlich Chichewa, der Unterricht findet jedoch komplett auf Portugiesisch statt.

Landwirtschaft als Unterrichtsfach

Außerdem bietet ESIL den Schülern theoretischen und praktischen Unterricht in der Landwirtschaft: Schon jetzt paukt jeder Schüler zwei Wochenstunden Ackerbau und Viehzucht, einige nutzen die Möglichkeit, die Schul- und Internatskosten auf den Feldern abzuarbeiten. Geplant ist zudem ein berufsbildendes Agrar-Institut. Klar sei aber, sagt Pater Müller: „Wir sind weiter abhängig von Helfern und Spendern.“ Daher soll nach dem Bau eines Wirtschafts- und Sanitärgebäudes ein weiteres Haus für Gäste und Freiwillige entstehen.


Ort:
Chividzi im Kreis Tsangano, Provinz Tete in Mosambik

Partner:
Jesuiten der Simbabwe/Mosambik-Provinz, P. Heribert Müller SJ

So hilft Ihre Spende:
In der armen Region im Nordwesten des Landes gibt es keine Perspektiven für junge Menschen. Schule und berufliche Bildung sollen der Jugend Tetes eine Zukunft vor Ort ermöglichen. Ihre Spende trägt dazu bei, Schul- und Internatsstipendien zu finanzieren, Bau- und Betriebskosten zu decken und die Dörfer im Umland zu unterstützen.

Ihre Spende hilft

Jetzt online spenden

Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X41400 ESIL

Bank: Liga Bank
IBAN:DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC:GENO DEF1 M05