Erdbebenhilfe Sulawesi

Tausende Tote, Zehntausende ohne Obdach, Hunderttausende sind auf Hilfe angewiesen: Nach der verheerenden Naturkatastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi startet der Jesuiten-Flüchtlingsdienst mit der Diözese Manado Hilfsaktionen für die Überlebenden in der Stadt Palu

Eine Katastrophe ohne Beispiel

160.000 Menschen in Indonesiens Provinz Sulawesi sind ohne Obdach. Foto: Jehaut/ucanews.com

Die indonesische Insel Sulawesi ist Schauplatz einer beispiellosen Katastrophe: Durch eine Reihe von Erdbeben und eine Tsumani-Flutwelle kamen am 29. September mindestens 1.400 Menschen ums Leben, viele weitere Leichen werden unter den Trümmern vermutet. Damit nicht genug: Ein Ausbruch des Vulkans Soputan schleudert in der Woche darauf Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe und erschwert die Suche nach Überlebenden der Erdbeben-Katastrophe immens. Nach Regierungsangaben sind mehr als 800 Menschen verletzt, über hundert werden vermisst. Mehr als 60.000 Inselbewohner haben ihre Häuser verloren. Die Vereinten Nationen rechnen, dass mehr als 190.000 Menschen auf Hilfe angewiesen sind. Besonders schlimm betroffen ist die Stadt Palu, dort kam es zu Plünderungen.

Jesuiten-Flüchtlingsdienst startet Hilfsmaßnahmen

Auf Erdbeben und Tsunmai folgte der Vulkan-Ausbruch. Foto: Stringer /CC BY-SA 2.0

Die Jesuiten – seit dem 16. Jahrhundert in Indonesien zuhause – starten jetzt eine Hilfsaktion für die Überlebenden in Palu. Louie Bacomo, Regionaldirektor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) der Provinz Asien-Pazifik berichtet: „Der JRS verschafft sich gerade ein Bild der Lage in Palu. Allein der Zugang in das zerstörte Gebiet war eine große Herausforderung.“ Maswam Susinto SJ, JRS-Länderdirektor in Indonesien, ergänzt: „Der JRS Indonesia bereitet sich in Abstimmung mit der Diözese Manado auf den Einsatz in Palu vor.“ Die Hilfsmaßnahmen der jesuitischen Organisationen werden, wie etwa nach dem Erdbeben auf Haiti von 2008 oder dem Taifun auf den Philippinen 2013, auf der Ebene des Xavier-Netzwerkes koordiniert, um gemeinsame Aktionen möglichst effizient durchzuführen. Das Netzwerk umfasst 13 Mitglieds-Organisationen, darunter die europäischen, australischen und kanadischen Jesuitenmissionen sowie andere jesuitische NGOs.

Projekt X30630 Sulawesi

Land:
Indonesien

Partner:
P. Maswam Susinto SJ, JRS-Länderdirektor Indonesien

Zielgruppe:
Überlebende der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe auf der Insel Sulawesi

Kontext:
Katastrophenhilfe des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) in Zusammenarbeit mit der Diözese Manado

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