Unsere Projekte in Kambodscha

Die Jesuiten und ihre Partner engagieren sich seit 25 Jahren in Kambodscha. Sie haben Schulen aufgebaut, kirchliches Leben neu aufblühen lassen, nachdem die Roten Khmer jegliche Religionsausübung verboten hatten und sich mit einer internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen eingesetzt, die 1997 den Friedensnobelpreis erhalten hat

Bildung als Schlüssel zur Entwicklung: die Xavier Jesuit School in Sisophon

Vor vierzig Jahren haben die Roten Khmer das Leben in Kambodscha in eine Hölle verwandelt und auch das Bildungssystem zerstört. Die Folgen sind bis heute zu spüren. Eine neuen Schule der Jesuiten im armen ruralen Nordwesten bietet Bildung und Entwicklung.

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Stabile Dorfgemeinschaften mit „Metta Karuna“

Metta Karuna bedeutet übersetzt „Loving Compassion – Liebendes Mitgefühl“. So heißt die Projektlinie des Jesuit Service Cambodia (JSC), die sich in verschiedenen Provinzen um die ländliche Entwicklung der verarmten Bevölkerung kümmert. Ursprünglich ging es in den 1990er Jahren darum, Landminenopfer, Binnenflüchtlinge und andere Kriegsverehrte in den Dörfern zu unterstützen. Heute ist daraus ein großes Entwicklungsprogramm für isolierte, ländliche Regionen mit unterschiedlichen Facetten entstanden: Bildungsprojekte für Lehrer und Schüler, Aufbau von Einkommen schaffenden Maßnahmen, Ausbildung und Förderung für Landminenopfer und anderen Menschen mit Behinderungen, Umwelt- und Gesundheitsprojekte, Dorfentwicklung mit Programmen zum Bau von Häusern, Toiletten und Brunnen. In beiden Projektregionen Sisophon und Siem Reap unterstützen wir Dorfentwicklungsprogramme (Brunnen, Häuser, Toiletten) und Rehabilitationsmaßnahmen (Rollstühle, Reparaturkits). Wir fördern Kredite an Dorfbewohner für Kühe, Zuckerrohr, Reis, Mais, Bohnen, um ihnen so ein eigenes Einkommen zu ermöglichen und unterstützen den Schulbesuch von Kindern aus armen Familien, indem wir etwa Schuluniformen, Schulmaterial oder Fahrräder bereitstellen.

Projektseite des Jesuit Service Cambodia

CROAP: bessere Ernten und mehr Unabhängigkeit für Kleinbauern

Das Grundnahrungsmittel in Kambodscha? Reis. Das klassische Patentrezept im Reisanbau – mehr Output durch mehr Input – stellt eine Anbaumethode gründlich infrage, die der französische Jesuitenpater und Agronom Henri de Laulanié anfang der 1980er Jahre entwickelt hat: das System of Rice Intensification (SRI). Hier werden die Setzlinge bereits nach 8 bis12 Tagen statt nach einem Monat ausgepflanzt und zwar einzeln in einem weiten Abstand von 25 Zentimetern statt in Büscheln auf engem Raum. So konkurrieren sie nicht um Nährstoffe, Raum und Sonne, entwickeln kräftigere Wurzeln und mehr Triebe. Bruder Noel Oliver SJ hat mit dem Landwirtschaftsprojekt CROAP (Centre for Research on Optimal Agricultural Practices) die SRI-Methode nach Kambodscha gebracht: Immer mehr Kleinbauern übernehmen das Reisanbausystem, das mit deutlich weniger Saatgut und Wasser sowie rein organischem Düngemittel auskommt und trotzdem bessere Ernten erzielt. Durch die Einführung eines Mikrokreditsystems und den Bau einer Lagerhalle sind die Bauern nicht mehr gezwungen, sofort nach der Ernte ihren Reis zu einem niedrigen Preis zu verkaufen. Ein bei CROAP angesiedelter Direktvertrieb mit einem Ladengeschäft, das von den Frauengruppen geleitet wird, ermöglicht den Verkauf von Reis sowie organisch angebautem Gemüse an Endkunden.

CROAP bei Jesuit Conference of Asia Pacific

Banteay Prieb: Jobs und Würde für junge Menschen mit Handicap

Im Jahr 1991 hat der Jesuit Service Cambodia (JSC) Banteay Prieb gegründet, ein Ausbildungszentrum und Heim für junge Menschen mit Behinderungen. Ursprünglich als Projekt für Landminenopfer konzipiert, kommen hier junge Männer und Frauen, die durch Krieg, Unfälle und Kinderlähmung behindert sind, zum Lernen zusammen. Die Programme des Zentrums zielen darauf ab, Fähigkeiten und Werte zu vermitteln, das Selbstwertgefühl der Teilnehmer verbessern, ihnen Würde zu geben – und, nach Abschluss des Programms, die Möglichkeiten auf ein eigenes Einkommen. Mehr als 2.000 junge Kambodschaner mit Behinderungen haben bis heute am Banteay-Prieb- Programm teilgenommen. Das Zentrum bietet Ein-Jahres-Kurse in Elektronik, Mechanik, Landwirtschaft, Nähen und einen sechsmonatigen Kurs in Handy-Reparatur. In Banteay Prieb erfahren die Schüler zudem ein Jahr Gemeinschaft mit starker psychosozialer Unterstützung. Die Schüler wohnen in einfachen traditionellen kambodschanischen Häusern. Dort leben sie zusammen in Zehner- oder Zwölfergruppen, unterstützt von Lehrern und Freiwilligen. Nach Abschluss des Berufsbildungsprogramms werden die Absolventen durch das Outreach-Programm des Zentrums bei der Planung eigener Workshops oder bei der Suche nach einer geeigneten Stelle unterstützt. Banteay Prieb produziert Textilien und Skulpturen. Einige Absolventen des technischen Programms werden Mitglieder des Produktionsteams

Katalog: Kunsthandwerk aus Banteay Prieb

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