Corona-Kollekte: Weltkirchlicher Sonntag der Solidarität

Deutsche Bischofskonferenz, Bistümer, Hilfswerke und Orden rufen am 6. September zu Spenden für die Leidtragenden der COVID-19-Pandemie weltweit auf. Unser Einsatz gilt dem Schulwerk Fe y Alegría, das den Familien Hunderttausender Schüler und Lehrer in Lateinamerika und Afrika durch die existenzbedrohende Krise hilft

Fe y Alegría: Wo der Asphalt endet...

Das katholische Schulwerk Fe y Alegría („Glaube und Freude“) wurde 1955 vom Jesuitenpater Pater José-María Vélaz in den Armenvierteln von Venezuelas Hauptstadt Caracas gegründet und hat sich zu einer der größten Bildungsbewegungen der Welt entwickelt: „Fe y Alegría beginnt dort, wo der Asphalt endet“ ist die Inspiration dieses Schulnetzwerk, das über 1,5 Millionen Kinder und Erwachsene in 21 Ländern Latein­amerikas, Afrikas und Asiens erreicht.

COVID-19 trifft die Ärmsten der Armen

In den Wirkungsbereichen von Fe y Alegría sind die die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der COVID 19-Krise gewaltig: Viele Familien von Schülern und Lehrern waren bereits vor Corona von Armut betroffen und bangen jetzt durch die Folgen der Lockdown-Maßnahmen um ihre Lebensgrundlagen: Arbeitslosigkeit und Hunger zwingen die Menschen zu mehr Mobilität, junge Menschen brechen die Schule ab, um ihre Familien zu unterstützen.

Recht auf Bildung – auch in der Krise

Um die schlimmsten Konsequenzen abzufedern, hat Fe y Alegría ein Maßnahmen-Paket in den Bereichen Ernährungssicherung, Gesundheitsfürsorge, Unterkunfts- und Arbeitsplatzsicherheit geschnürt und bietet Betroffenen psychologische und spirituelle Unterstützung an. Ergänzend wurden in den meisten Ländern Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen zu den Gefahren von COVID-19 auf den Weg gebracht.

Die neue Rolle der Lehrer

Gleichzeitig ist es für Fe y Alegría von wesentlicher Bedeutung, auch unter diesen schwierigen Umständen und angesichts geschlossener Schulen weiter das Recht auf eine qualitativ hochwertige Bildung zu garantieren. Durch den Einsatz verschiedener pädagogischer Strategien sollen Schulabbrüche vermieden und Bildungslücken geschlossen werden. Um effektiven Fernunterricht zu gewährleisten, setzt Fe y Alegría auf den Ausbau virtueller Bildungswerkzeuge über Online- und Radioprogramme. Neben der Bereitstellung entsprechender Technik für die Familien ist es hierbei unerlässlich, über Weiterbildungsmaßnahmen die digitalen Kompetenzen des Lehrpersonals zu stärken, neue Lehrpläne und pädagogische Materialien zu entwickeln. Die Rolle des Lehrers muss neu definiert werden.

Die vier Arbeitsbereiche von Fe y Alegría:

  • Nothilfe-Programme gewähren Ernährungssicherheit für alle Gemeinschaften, in denen Fe y Alegríaaktiv ist
  • Prävention und Sensibilisierung: Kauf und Verteilung von Hygiene-Kits, Herstellung von begleitenden Kommunikationsmaterialien zum Schutz vor COVID-19; Nutzung der Radiosender von Fe y Alegríafür Aufklärungskampagnen
  • Bildung gewährleisten: Verbesserung der digitalen Fertigkeiten der Lehrer und der Leitungsteams; Bereitstellung von Bildungsmaterialien und für die Familien der Schüler; Nutzung der virtuellen Bildungsplattform „Mundo Escolar“; Bildung durch Radio
  • Nachhaltiges Sichern der Lebensgrundlagen: Um den Schülerinnen und Schülern den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, werden berufsspezifische Kenntnisse, um die Beschäftigungsfähigkeit der Schüler zu fördern oder den Einstieg in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Projekt X35799 Corona-Kollekte

Länder:
21 Nationen in Latein­amerika, Afrika und Asien: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ekuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Nicaragua, Paraguay, Peru, Dominikanische Republik, Uruguay, Venezuela, Tschad, D.R. Kongo, Madagaskar, Guinea, Kenia.

Zielgruppe:
Innerhalb des großen Netzwerks von Fe y Alegría sollen insgesamt 864.963 Menschen aus 21 Ländern Latein­amerikas, der Karibik und Afrikas von den Maßnahmen profitieren, davon 720.803 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien, Lehrerinnen und Lehrer, in insgesamt 144.160 Haushalten.

Partner vor Ort:
Internationale Föderation Fe y Alegría

Unterstützende Organisation:
Ordensgemeinschaften

Voraussichtliche Projektkosten:
Die Programme von Fe y Alegría in der Corona-Krise sind auf einen Zeitraum vom 12 Monaten angelegt und belaufen sich auf Gesamtkosten von 756.000 Euro (Nothilfe: 375.00€, Prävention: 105.000€, Bildung: 168.000€, Existenzsicherung: 108.000€)

Ein starkes Netzwerk

Garant für den Erfolg der Maßnahmen in der Krise sind jahrzehntelange Erfahrungen und die Präsenz der Teams von Fe y Alegría in den Projektregionen, der persönliche Kontakt zur Bevölkerung, Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Das internationale Netzwerk von Fe y Alegría umfasst mehr als 150 katholische Ordensgemeinschaften und zählt ca. 41.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X35799 Corona-Kollekte

Bank: Liga Bank
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