Die Alepposeife aus Hollenbach

Eine katholische Familie aus Aleppo baut sich in Bayerisch-Schwaben eine Zukunft aus Seife. Nach ihrer beschwerlichen Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien haben sich die Aslans mit viel Einsatz und Gottvertrauen eine neue Existenz geschaffen

Geflüchtet und angekommen

Olivenöl, Lorbeeröl, natürliche Duftstoffe – sonst nichts. Seit dem 8. Jahrhundert sind die Seidensieder von Aleppo Urheber und Namensgeber eines der berühmtesten Produkte der Levante: Alepposeife!

Einer von ihnen ist Fadi Aslan. Seine Savon d’Alep – obschon streng nach Originalrezeptur gefertigt – stammt allerdings mittlerweile aus dem bayerischen Hollenbach, einem kleinen Ort auf halber Strecke zwischen Augsburg und Ingolstadt. Der gelernte Chemiker ist einer der rund 790.000 seit 2010 nach Deutschland geflohenen Syrer. Auf abenteuerlichen Pfaden konnte er sich mit Frau und Kind durch die Unterstützung des Jesuiten-Flücht­lings­diensts (JRS) 2015 vor dem brutalen Bürgerkrieg in seiner Heimat retten. Der Preis für ein neues Leben in Frieden war seine Karriere als erfolgreicher Seifensieder.

Doch Fadi und seine Frau Nour sind echte Macher: Wie sie trotz aller Widrigkeiten geschafft haben, sich im Exil eine neue Existenz aufzubauen und mit ihrer Alepposeife die Republik zu erobern, lesen Sie in einer Reportage, erschienen in der Weihnachsausgabe unseres Magazins weltweit 2018:

Unterstützung für die Arbeit des JRS in Syrien

„Ohne die Unterstützung des JRS hätten wir die Flucht aus Syrien nicht geschafft“, erinnert sich Fadi Aslan. Zehntausenden, die im Chaos des Kriegs ausharren mussten, steht der JRS gemäß seines Mottos „Accompany, serve, advocate“ (begleiten, dienen, schützen) mit verschiedenen Angeboten zur Seite, bis heute. Denn obwohl der koninuierlich schwelende Bürgerkrieg aus den Schlagzeilen verschwunden ist, geht das Leiden weiter. Teile Aleppos sind immer noch in Trümmern, das Gesundheitssystem funktioniert nicht, Preise für Benzin und Lebensmittel übersteigen die Möglichkeiten der meisten Bürger, es droht ein kalter Winter. In der Umgebung der Städte Damaskus, Homs  und Aleppo betreibt der JRS drei Nachbarschaftszentren, um vor allem Kindern Perspektiven zu geben, durch eine warme Mahlzeit, Kleidung für den Winter, Unterricht und psychosoziale Betreuung. Ein hoffnungsvolles Zeichen in einem Land, das nicht nur Fadi und Nour schmerzlich vermissen.

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Mehr über die Seife von Fadi Aslan

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