„Ricci Social Services“ in China: Liebe für Kranke und Bildung für Arme

Was Pater Luis Ruiz 1987 als Lepraarbeit auf der Insel Taikam begonnen hat, ist zu einem großen Sozialwerk in China gewachsen Seit über 30 Jahren stehen die „Ricci Social Services“ (RSS) im Dienst für Menschen am Rande: Leprakranke, HIV Infizierte und Arme.

Die Anfänge – Hilfe für Leprakranke

Taikam ist eine kleine Insel im südchinesischen Meer. 1986 erfährt der spanische Jesuitenpater Luis Ruiz von den 150 Leprakranken, die dort isoliert leben – ohne Elektrizität und ohne medizinische Versorgung. Im Jahr darauf kommt der Jesuit zusammen mit vier Schwestern der Kongregation Sisters of Charity auf die Insel und kümmert sich um die Menschen. Schwester Lissy beschreibt das Elend: „Ich sah verstümmelte Gliedmaßen, Menschen ohne Augen, ohne Nasen, ohne Ohren. Die Kranken hatten zwar ein Bett, mussten aber zum naheliegenden Fluss, um ein Bad zu nehmen.“ Hier packen Pater Ruiz und die vier Ordensfrauen gemeinsam an: Sie statten die Häuser mit Bädern und Toiletten aus, besorgen Stromgeneratoren und sorgen für regelmäßige Mahlzeiten. Für den damals bereits 74-jährigen beginnt ein neuer Abschnitt seines langen Arbeitslebens: Die Hinwendung zu den Menschen, die am Rand stehen und vergessen werden.

Aus kleinen Anfängen...

„Es war ein harter und mühsamer Weg, der uns nicht nur an entlegenste Orte, sondern oft auch an unsere eigenen Grenzen gebracht hat“, sagt Pater Fernando Azpiroz, der eng mit Pater Ruiz zusammengearbeitet und später die Leitung von RSS übernommen hat. „Die Leprakranken und die HIV/Aids-Patienten haben Pater Ruiz die Türen zu China geöffnet“, erklärt er weiter. „Ohne sie wären wir niemals von den Regionalregierungen eingeladen worden, mit unseren Programmen zu helfen. Wir verdanken es nicht den Mächtigen und Einflussreichen, sondern den Armen und Ausgegrenzten, dass wir heute in China sind!“.

...wurde Hilfe für Viele...

Heute sind unter dem Dach von RSS insgesamt 50 Programme für sozial benachteiligte Men-schen in 13 chinesischen Provinzen angesiedelt. Im Jahr 2018 wurden 770 Leprakranke in 16 Leprastationen versorgt und erhielten dort u.a. spezielle Schuhe und Prothesen. Für HIV-infizierte Kinder betreibt und unterstützt RSS mehrere Waisenhäuser, behandelte 2018 1120 HIV-Patienten im Guan Ai Krankenhaus Kunming und schulte über 780 Familien im Umgang mit einem an AIDS erkrankten Familienmitglied.

Für den Schulbesuch erhielten 2018 460 bedürftige Kinder und Jugendliche finanzielle Unterstützung (z.B. Essen, Kleidung, Stipendien), um Schulabbrüche zu verhindern und ihnen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Die langjährigen Erfahrungen des RSS im Aufbau und Management von Sozialdiensten werden im Rahmen des Xu Guang Qi Programms an andere chinesische Organisationen ausgerollt. 2018 wurden dazu 200 Mitarbeiter von 50 Gruppen geschult, beraten und vernetzt. Viele junge Chinesen arbeiten als Freiwillige in den verschiedensten Einrichtungen der RSS. „Hierher hat mich Gott geschickt. Fremde sind zu meinen Freunden geworden!“, fasst Wu Ziwen begeistert seinen Einsatz zusammen.
Eine Erfahrung, die Pater Azpiroz für ganz RSS bestätigt sieht: „Unsere Belohnung ist weitaus größer als alle Anstrengungen. Denn die Liebe verwandelt alle und alles. Sie wird uns auch in Zukunft an neue Grenzen bringen.“

...und Ansporn für die Zukunft

Die 2017 erfolgte Akkreditierung des RSS als eine der ersten ausländischen NGOs in der Provinz Yunnan ist einerseits die Würdigung der bisherigen langjährigen Arbeit und gleichzeitig für alle RSS Mitarbeiter der Ansporn, sich mit den bisherigen und neuen Projekten engagiert in den Dienst der Menschen zu stellen und das Motto von P. Luis Ruiz zu leben: „Wir müssen alles tun, was uns möglich ist, wenn andere Menschen in Not sind.“

Kurzfilm über die Arbeit von Casa Ricci Social Services (10 min)

Projekt X63300 Casa Ricci Social Services

Land:
China, Macau

Partner:
P. Fernando Azpiroz

Zielgruppe:
Leprapatienten in China, Myanmar und Vietnam, HIV-und AIDS-Patienten

Themenbereiche:
Gesundheit, Bildung, Menschenrechte

Kontext:
Die sozialen Zentren von Casa Ricci kümmern sich um medizinische und menschliche Bedürfnisse der Patienten.

So können Sie helfen:

  • 5 Euro benötigt Casa Ricci für Lebensmittel pro Patient im Monat
  • 16 Eurokostet der Schulbesuch pro Kind im Jahr
  • 100 Euro beträgt das Gehalt einer Krankenschwester im Monat

Aktuell

Auf dem Weg für Menschlichkeit und Hoffnung: Der argentinische Jesuit Fernando Azpiroz leitet „Ricci Social Services“. Hier schildert er äußere und innere Herausforderungen.

Ihre Spende hilft

  • Jesuitenmission
  • Verwendungszweck:
  • X63300 Ricci Social Services
  • Bank: Liga Bank
  • IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82
  • BIC: GENO DEF1 M05

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