Indischer Jesuit entführt

JRS-Länderdirektor Prem Kumar SJ wurde am 2. Juni in Afghanistan entführt.

(Rom, 3. Juni 2014) „Wir sind tief geschockt über die Entführung von Prem“, sagte P. Peter Balleis SJ, internationaler Direktor des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS), am Dienstag in Rom. „Wir stehen in Kontakt mit allen relevanten Behörden und tun alles in unserer Macht Stehende, um seine sichere und schnelle Rückkehr zu gewährleisten. In dieser schweren Zeit sind unsere Gebete bei Prem, seiner Familie und seinen Freunden.“

Der 47-jährige indische Jesuit Prem Kumar hatte am Montag gemeinsam mit Lehrern die vom JRS unterstützte Schule für zurückgekehrte Flüchtlinge im Dorf Sohadat besucht, das 25 Kilometer von der Stadt Herat entfernt liegt. Er wurde von Unbekannten entführt, als er sich von der Schule aus auf den Rückweg nach Herat machen wollte.

Seit vier Jahren lebt Pater Prem bereits in Afghanistan und verantwortet als JRS-Länderdirektor die Projektarbeit. Zuvor hatte er für den JRS im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu Flüchtlinge aus Sri Lanka begleitet.

Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten begleitet seit 2005 zurückgekehrte Flüchtlinge in Afghanistan, die viele Jahre im Exil im Iran und in Pakistan gelebt hatten. Vor allem Bildung und Gesundheit gehören zu den Schwerpunkten der JRS-Projekte in Bamiyan, Kabul und Herat.

Um die sichere Rückkehr von Prem Kumar SJ zu ermöglichen, wird der JRS momentan keine weiteren Kommentare zur aktuellen Situation geben. Wir bitten Sie um Ihr Gebet für Pater Prem! 

Mehr Informationen über die Arbeit der Jesuiten in Afghanistan finden Sie auf unserer -> Projektseite

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