Bürgerkriegsland im Lockdown-Modus

F: JRS MENA

Ein vom Krieg zerstörtes Land macht dicht, Menschen sind ohne Einkommen, Hilfeleistungen werden eingestellt: Mit drastischen Worten beschreibt der Flüchtlingsdienst der Jesuiten in Syrien (JRS) die aktuellen Herausforderungen.

Die Corona-Pandemie trifft das Land in dieser Situation besonders hart, vermeldet JRS-Landesdirektor Goncalo C. Fonseca SJ. Seit Mitte März befindet sich Syrien im sogenannten „Lockdown”: Schulen und Universitäten sind geschlossen, Zusammentreffen in Kirchen und Moscheen unterbunden, Geschäfte mussten schließen und auch Busse fahren nicht mehr. Im Zuge der Maßnahmen, die noch bis zum 3. Mai gelten, seien die Preise für Lebensmittel gestiegen, Brot sei knapp und Hygieneartikel wie Seife kaum erhältlich, berichtete der JRS.

Lähmender Stillstand

Um besonders Familien in der Coronakrise zu unterstützen, hat der Flüchtlingsdienst bereits zu Beginn der Krise damit begonnen, Hygiene-Pakete und Lebensmittel zu verteilen. So konnten laut JRS allein in den Städten Jeramana und Aleppo knapp 700 Familien unterstützt werden, u.a. mit antibakteriellen Handseifen.

Wegen der Ausgangsbeschränkungen gäbe es aktuell kaum Arbeitsmöglichkeiten. Eltern, die handwerklichen Berufen nachgehen, könnten also kein Geld verdienen, erläuterte Fonseca die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der staatlichen Corona-Maßnahmen. Aktuell würden Familien aber auch per Telefon begleitet, etwa von den JRS-Gemeinschaftszentren.

Zu Beginn habe eine Art „Stillstand” geherrscht. So mussten auch die Einrichtungen der Jesuiten geschlossen und Aktivitäten in den Lern- und Gemeinschaftsräumen des JRS eingestellt werden. Mittlerweile konnte u.a. das Gesundheitszentrum in Aleppo wieder geöffnet werden, berichtete der Leiter des JRS-Länderbüros in Syrien. Zudem bereite der JRS in Kooperation mit einem regionalen Team und Spendern einen Plan für die Zeit nach dem COVID-19-Lockdown vor. Geplant sei u.a. eine Lernmappe für Kinder, um den Schülern trotz geschlossener Schulen das Lernen zu ermöglichen.

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Länder:
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Partner:
Jesuitische Einrichtungen und Projektpartner weltweit

Kontext:
Bereitstellung von medizinischer Ausrüstung, Hygieneartikeln, Grundnahrungsmitteln und Unterrichtsmaterialien, Begleitung von besonders gefährdeten Familien

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