Makumbi Kinderdorf in Simbabwe

Fast jedes vierte Kind in Simbabwe hat ein oder beide Elternteile verloren. Die meisten durch die Krankheit AIDS. Oftmals leben die Kinder bei Verwandten, viele müssen sich aber alleine durchschlagen. Im Kinderdorf Makumbi finden diese Kinder ein neues Zuhause, Liebe, Fürsorge und Bildung. Hier dürfen sie endlich Kind sein.

02.08.2019 Simbabwe

Ruhe in Frieden, Joachim Petrausch SJ!

Die letzten Jahre hatte er im „Wartesaal des Lebens“ verbracht, ehe er am Abend des 1. August 2019 im Richartz House in Harare / Simbabwe zu seiner letzten Reise aufbrach. Am 3. Oktober wäre der Missionar aus Breslau 85 Jahre alt geworden

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Ein Zuhause für Waisenkinder

Das Kinderdorf Makumbi liegt ungefähr 50 Kilometer nordöstlich der simbabwischen Haupt­stadt Harare in der Missionsstation Makumbi. Knapp 50 Waisenkinder leben hier – vom Baby bis zum 18-Jährigen. Die Kinder haben oft schlimme Erfahrungen hinter sich. Viele haben ihre Eltern durch HIV/Aids verloren. Andere mussten Misshandlung, Hunger und Verwahrlosung erleben. Einige der Kleinkinder sind halbtot auf der Straße gefunden worden. Manchmal braucht es viel Zeit, Geduld und Liebe, bis die Kinder in der Lage sind, die Qualen ihres bisherigen Lebens zu überwinden und wieder lernen, unbeschwert zu spielen und zu lachen.

Struktur durch tägliche Pflichten

Viele der Kinder haben Schlimmes erlebt. Manche wurden als Babys ausgesetzt, vor die Türen von Pfarrhäusern, Polizeistationen oder Krankenhäuser gelegt. Andere wurden in ih-ren Familien massiv misshandelt, so dass das Jugendamt sich einschaltete. Durch die Struktur im Kinderdorf Makumbi haben die Kinder das Gefühl, irgendwo dazuzugehören, sie sind Teil eines Familienlebens und das ist sehr wichtig für sie. Alle helfen im Haus mit: die Hühner versorgen, sich um den Gemüsegarten kümmern, Wäsche waschen, kochen, nach den Jüngeren sehen. Mit dem Verkauf von Eiern, Hühnern und Gemüse verdient jedes Haus ein bisschen dazu.

Schwierige Zusammenarbeit

„Eigentlich sollte das Jugendamt einen Betrag für jedes Waisenkind zahlen“, erklärt Pater   Admire Nhika. „Aber wir haben schon lange kein Geld mehr gesehen." Pater Nhika war vier Jahre lang für die Missionsstation Makumbi verantwortlich und übergab die Leitung im Juli 2018 an Pater Peter Paul Musekiwa. „Die Behörden haben gedacht, Makumbi bekommt eh Geld aus Deutschland und die Kinder werden hier gut betreut. Also haben sie sich nicht weiter darum gekümmert, nach anderen Lösungen zu schauen.“ In manchen Fällen wird allerding zusammengearbeitet. Gemeinsam wird versucht, Verwandte der Kinder ausfindig zu machen. Denn wenn möglich, sollen die Kinder im Kreis ihrer Familie aufwachsen können.

Lernen fürs Leben

Neben dem Kinderdorf gibt es in Makumbi eine Kirche, ein kleines Krankenhaus, einen Kindergarten, eine Grund- und Oberschule. Über 200 Schülerinnen und Schüler, unter ihnen eine Reihe aus dem Kinderdorf, verlas-sen die Schule der Missionsstation mit Mittle-rer Reife oder Abitur. Jedes Kind hat die Gelegenheit, seine Talente zu entwickeln und viele der Waisenkinder erwerben auch praktische Kenntnisse wie Schneidern oder Hauswirt-schaft. All dies hilft ihnen, später einmal ihren Platz in der Welt zu finden und auf eigenen Füßen zu stehen.

Begleitung nach der Schule

Für die älteren Jugendlichen ist es oft nicht leicht, den Übergang vom geregelten Leben im Heim in die eigene Unabhängigkeit zu schaffen. Daher werden sie nicht einfach so in die Welt der Erwachsenen entlassen, sondern weiter begleitet und gefördert, bis sie in der Lage sind, selbstständig zu leben. Ein Mittel etwa ist die Finanzierung von Studiengängen und Berufsausbildungen. Vier der älteren Kin-der studieren derzeit an der Midlands State University, eines an der University of Zim-babwe. Weitere sechs befinden sich in der Berufsausbildung: Sie werden Schreiner, Hotel- und Tourismus-Fachleute und Pflegefachkräfte. Das Kinderdorf versucht, bei der Ver-mittlung von Jobs zu helfen und den Kontakt zu den Ehemaligen zu halten.

Kurzfilm über das Makumbi-Kinderdorf (7 min.)

Projekt X41110 Makumbi

Ort:
Makumbi, Simbabwe

Partner:
P. Admire Nhika SJ

So hilft Ihre Spende:
Das Kinderdorf ist Teil der Missionsstation Makumbi und kümmert sich um Waisenkinder im Alter von 0 bis 18 Jahren.Mit 30 Euro finanzieren Sie die Ausgaben für ein Kind im Monat.

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Jesuitenmission
Verwendungszweck:
X41110 Makumbi Kinderdorf

Bank: Liga Bank
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