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Ueber mein Leben hier

Freitag, 16. September 2011

Wo fange ich denn am besten an zu erzaehlen?

Vielleicht damit, wo und wie ich lebe:

Zurzeit lebe ich mit zwei amerikansichen Volunteers zusammen in einem grossen Haus in einer der besseren Gegenden Dodomas. Wir haben Wasser und meistens Strom und Gasplatten, was echt gut ist, wenn es mal wieder keinen Strom gibt! Kleidung muss ich mit der Hand waschen, aber das ist nicht schlimm. Nur mussten sich meine Haende erst daran gewoehnen. Bis vor kurzem hat auch noch eine andere deutsche Freiwillige, Jana, mit uns zusammen gelebt. Sie hat mit sehr geholfen, hier in Dodoma anzukommen und mich zuhause zu fuehlen. Fuer dieses guten Start bin ich ihr echt dankbar! Essen, also Gemuese, Obst, Reis und so weiter, kaufen wir direkt vom Markt oder von einem der kleinen Staende, die es an jeder Strassenecke gibt. Das ist echt toll, so frisches Gemuese und Obst zu bekommen! Und es kommt auch nicht von weit her: Dodoma ist zwar sehr trocken, aber in anderen Gegenden Tansanias kann gut Landwirtschaft betrieben werden. Und die meisten Leute leben hier von der Landwirtschaft, viele sind Subsistenzbauern und verkaufen die wenigen Ueberschuesse, die sie nicht brauchen. Also keine Massenproduktion! Und das gilt auch fuer das Fleisch hier. Viele haben ein paar Kuehe, Ziegen oder Huehner. Ich finde es gut zu wissen, dass das Fleisch auf deinem Teller von der Kuh vor deiner Tuer kommt! Weil die anonyme Fleischindustrie in Deutschland, wo Tiere nicht mehr wie Lebewesen behandelt werden, finde ich schrecklich! Die Jesuiten sind sehr nett und wir sind bei ihnen immer herzlich willkommen, das ist echt schoen. Die Gottesdienste hier sind wirklich Feste! Uebervolle Kirchen mit froehlichen Gesaengen! Leider verstehe ich noch nicht so viel, weil die Messen in Kiswahili sind, aber langsam aber sicher lerne ich immer mehr Kiswahili. Und die Kommunitaets-Abende bei den Jesuiten, die aus Messe, Abendessen und froehlichem Zusammensein bestehen sind auch immer sehr schoen.

So, jetzt komme ich zu meiner Arbeit:

Drei Tage in der Woche arbeite ich in der St. Ignatius Primary School, einer Grundschule. Ich unterrichte in Standard 2 und ein bisschen in Standard 1, das entspricht der 2. und 1. Klasse. Eigentlich gibt es genug Lehrer, aber jeder ist froh, wenn ich Arbeit von ihm oder ihr uebernehme, vor allem das Korrigieren! Leider schlagen die meisten Lehrer noch. Und da die Kinder daran gewoehnt sind, ist es echt schwer, ohne Schlagen zu unterrichten. Aber ich hoffe, dass es noch besser wird. Aber dass ich die Lehrer davon ueberzeugen kann, nicht mehr zu schlagen, bezweifel ich, da sie nicht so gut ausgebildet sind und keine anderen Wege des Unterrichtens kennen. Aber ich gebe mein bestes und versuche die Hoffnung nicht zu verlieren. Was ich jetzt versuche ueberwiegend zu machen, ist, Foerderunterricht zu geben. In der 2. Klasse gibt es immer noch ein paar, die nicht Lesen koennen. Sie nehme ich aus dem regulaeren Unterricht heraus und versuche ihnen zu helfen. Das macht sonst keiner und die anderen Lehrer kuemmert das nicht, “ist eben so”. Aber bei Klassen mit 50 Kindern ist das ja auch kein Wunder, dass nicht alle gleich schnell mitkommen. Ein paar andere koennen kaum Englisch und ihnen versuche ich, in Englisch zu helfen, da ja der ganze Unterricht in Englisch ist! Und wie sollen sie mitkommen, wenn sie den Lehrer nicht verstehen?

Die anderen zwei Tage arbeite ich im Cheshire-Home, einem Heim fuer geistig behinderte Kinder. Die Arbeit dort macht mir echt Spass, aber auch hier ist es nicht einfach. Die Kinder sind sehr verschieden, jeder braucht eigentlich Einzelfoerderung. Aber mit 10 Kindern in einem Klassenzimmer und einem anderen Lehrer ist das nicht moeglich. Und viele Lehrer und Mamas sind nicht so motiviert, mit den Kindern was zu machen, sie zu foerdern oder selbst etwas dazuzulernen. Im Moment ist noch eine neuseelaendlische Freiwillige da, die eigentlich die Lehrer dort weiterbilden soll, aber die verweigern die Hilfe und die Ideen, die sie ihnen geben koennte, das ist echt schade. Das andere Problem ist das Material. Es gibt zwar ein paar Spielsachen, aber die sind ziemlich kaputt (z.B. ein Dreirad mit nur einem Rad) und auch nicht wirklich geeignet fuer die Kinder. Aber es fehlt an Geld, um geeignetes Material zu kaufen.

So, jetzt habt ihr zumindest einen kleinen Eindruck von meinem Leben hier. Wenn jemand was genauer wissen will oder ueberhaupt Fragen hat, dann fragt mich einfach. Es ist nicht so einfach, einen Ueberblick oder Eindruecke von hier aufs Papier zu bringen. Ich bin sehr dankbar ueber eure Unterstuetzung, sei sie in Gedanken oder finanziell! Asante sana!

Spendenkonto:

Empfaenger:Jesuitenmission
Konto-Nr.: 5115582,
BLZ: 75090300 (Liga Bank)
Verwendungszweck: X38127 Meister
(Bei Angabe der Adresse wird eine Spendenquittung und ein weltweit-Heft von der Jesuitenmission zugesandt.)

Dodoma – ein Ort voller Gegensaetze

Dienstag, 30. August 2011

Dodoma, Hauptstadt Tansanias oder doch nur ein Dorf?

Dodoma, die Haupstadt Tansanias, mit Regierungsgebaeude und bald der groessten Universitaet Ostafrikas ist doch nur ein Dorf. Geredet wird gerne und wenn man vom Stadtzentrum aus ein paar Minuten stadtauswaerts faehrst, kommt es einem schon sehr laendlich vor, kleine Haeuser und Felder.

Der deutliche Gegensatz zwischen Arm und Reich

In einem Stadtteil kommen einem die Haeuser, ja sogar Villen, sehr europaeisch vor, in einem anderen Stadtteil lebt eine ganze Familie ohne Wasser und Strom in einem Haus, das nicht grosser als ein Zimmer ist. Diese Gegensaetze kann man manchmal auch schon zwischen Nachbarn entdecken.

Ein stark behinderter Mann bettelt nach etwas Geld, ein kleiner Junge in alten, dreckigen Kleidern verkauft Erdnuesse, ein wohlgekleideter Mann faehrt einen grossen, neuen Jeep, westlich aufgestylte junge Leute tanzen in einem Nachtclub: das alles ist Dodoma.

Was fuer mich aber eine der traurigsten und nachdenklichsten Situationen ist, ist, dass die Leute hier – abgesehen von ihren traditionellen schoenen geschneiderten Kitenge-Kleidern – “unsere” alten Kleider kaufen, es gibt fast nur second-hand-Kleidung zu kaufen (ich habe zumindest noch nichts anderes gesehen). Ist das der Sinn von Altkleider-Sammlung?

Ein anderes Verstaendnis von Zeit

Zeit wird hier anders gemessen. Leute haben hier Zeit. Das sagt sich so einfach, aber es ist wirklich so. Ein freundliches “mambo” bei einer Begegnung auf der Strasse ist auf jeden Fall drin und auch fuer laengere Gespraeche ist fast jeder bereit. Zeit fuer eine lange Begruessung muss auch sein! Warten ist hier kein Problem, niemanden stoert das.

Aber ein Plan kann auch in der naechsten Minute umgeschmissen werden, also spontan muss man hier sein :) ! Fuer Veranstaltungen gibt es oft einen Zeitplan, der ausgegeben wird oder ausliegt, aber die Zeiteinteilung und Reihenfolge wird deshalb noch lange nicht eingehalten ;) .

Die Menschen hier sind sehr offen und gastfreundlich. Man verabredet sich nicht fuer in einer Woche, man trifft sich einfach und verbringt Zeit miteinander.

Ich kann es nicht genau beschreiben, was dieses “Zeit-Haben” genau bedeutet, aber mir tut dies auf alle Faelle sehr gut – ich mag mein Leben hier!

Berichte von den “neuen” Volunteers!

Mittwoch, 10. August 2011

Einige Volunteers des JMV-Jahrgangs 2011-2012 sind bereits in ihren Einsatzorten und beschreiben ihre ersten Eindrücke und Erfahrungen

Spannende Berichte gibts unter:

http://sebastian-in-oran.jimdo.com

- Blog von Sebastian in Orán / Nord-Argentinien.

http://friederike-in-kakuma.de

Homepage von Friederike in Kakuma / Kenia und ihren Erfahrungen im JRS-Flüchtlingslager in der Grenzregion Kenia – Sudan – Uganda.

http://aliki-in-indien.jimdo.com

Alikis Blog über ihren Freiwilligeneinsatz in Westbengalen / Indien.

Viel Spaß beim Lesen & Mitfiebern!

11. Rundmail aus Piura / Peru

Mittwoch, 10. August 2011

Hallo ihr lieben,

Was ist noch so passiert? Nun zum einen war hier die große Feier des Fischerheiligen Petrus. Die ganzen Fischerdörfer außer rand und band. Los gings schon am Vortag wo ein Mast mit getrockneten Fischen und anderem Essen vor der Kirche aufgehängt wurde. Eine Messe am Abend und danach einen Einladung an das ganze Dorf und alle Besucher zum Kaffee und „Butterbrot“.
Im Anschluss folgten dann einige Darbietungen der örtlichen Schule und Unterhaltung durch einige Sänger. Abgerundet wurde der Abend dann mit einem verhältnismäßig echt großen Feuerwerk. Richtig schön war dann der eigentliche Festtag wo der Heilige Petrus auf einem Schiff durch die Straßen getragen wurde um dann auf ein Fischerboot verladen zu werden. Das volle Programm mit Matrosen, Blaskapelle und Girlanden. Mit ca. 30 geschmückten Schiffen konnte dann jeder der Lust hatte auf eine Ehrenrunde mitfahren. Alles dem Petrus hinter her bis dann feierlich ein Blumenkranz ins Meer gegeben wurde um für den Fisch des vergangen Jahres zu danken. Da die Peruaner nicht gerade zimperlich im feiern sind ging es dann um 1 Uhr Mittag mit Livemusik und ausreichend alkoholischer Erfrischunggetränke weiter. Leider hat es dann noch ein Freiwilliger geschafft auf einen Stachelrochen oder ähnliches zu treten und war für den Rest des Tages ausgenockt.

Jakob mein Mitfreiwilliger hat vor drei Wochen ein Fußballspiel mit der Fußballmannschaft die wir in Tortuga trainiert haben organisiert. An dieser Stelle vielen vielen Dank an alle Spender auf mein Spendenkonto da wir diese Aktion damit finanzieren konnten. Ein echt toller Tag. Angefangen hat alles die einzelnen Familien zu besuchen und zu erklären wieso wir ihre Kinder „entführen“ wollen. Das hat es in dem Dorf aber leider wirklich schon gegeben das Babys aus den Häusern entführt wurden so, dass die Vorsicht vollkommen gerechtfertigt war und schließlich drei Eltern mit gefahren sind. Der Tag bestand dann daraus die Kinder am Morgen alle mit dem Bus einzusammel und in die große weite Stadt Piura die viel von ihnen noch nie gesehen haben auf zu brechen. Nach einer Runde durch die Stadt und einem Eis gings eindlich zum Spielen. 11 Spieler aus unserem eigentlichen Projekt aus Piura sind gegen unseren „Deportivo Tortuga“ (Sportschildkröten) angetreten und haben einen unglaublichen 10 zu 2 Sieg nach Hause getragen. Das war dann das Gesprächsthema im ganzen Dorf, dass ihre Kids die großen Städter abgezogen haben. Nach dem Spiel gings dann noch gemeinsam zum Mittagessen wo ein Spieler der Verlierermannschaft zu uns kam und uns noch mal bestätigt hat: „Eure Jungs wissen ja richtig zu spielen“. Und so viel Sportlichkeit von einem 14 Jährigen. Damit war dann offiziell unsere Arbeit in La Tortuga mit Müllverbrennen und Fußballtrainieren abgeschlossen.
Die folgenden 2 Wochen wurden dann ein wenig stressiger da ich einige Arbeiten fertig stellen musste. Da zum Jahreswechsel zwei einzelne Projekte in ein „Zentrum“ zusammen gelegt wurden war es mein Job mich um das neue Layout von Flyern, Website, Plakate, T-Shirts, Logo und eben auch dem Fotobuch zu kümmern. Hier noch mal ein Dank an alle Spender da wir von dem Geld auch einige Exemplare des Fotobuchs drucken lassen konnten. Dieses ist nebenbei erwähnt wie eine Bombe eingeschlagen und hat sehr viel Lob in Lima bei einem Jesuitentreffen aus ganz Südamerika bekommen. Als dann das Buch so weit feritig war, war ich dann noch mit so schönen Dingen beschäftigt wie Druckereinen die einfach mal ungefragt das Layout und damit auch das ganze Logo in einer anderen Schriftart drucken, T-Shirts die in völlig falschen Farben geliefert werden und Internetseiten deren Serverspeicherplatz in den Vereinigten Staaten mit fremden Kreditkarten gekauft werden will. Wie es hal immer so ist, der pure Stress so kurz vor der Abfahrt. An meinem vorletzten Tag sind dann aber tatsächlich auch als letztes die Bücher eingetroffen und ich konnte alles pünktlich und mit gutem „deutschen Qualitätsbewustsein“ übergeben. Über diese deutsche Einstellung hab ich im Übrigen auch viel lernen können. Manchmal sind 80% auch ausreichend.
Hier also zum anschauen: www.canatperu.com (da gibt’s auch noch mal das Buch zum runterladen in seiner fertigen Fassung mit 4 Sprachen!)

Letzten Mittwoch haben Jakob und ich dann unseren Abschied gefeiert der bei deutschen Schnitten mit Bierschinken recht gemütlich wurde.

Wenn das aber schon ein bisschen melancholisch war dann war das nichts gegen das letzte Abendessen im Haus meiner Chefin. Zu erst hat sie eine peruanische dreier Musikgruppe kommen lassen die mit zwei Gitarren und einer Sitztrommel peruanische Musik dargeboten haben. Danach hat jedoch Jakob ein Lied für mich schreiben lassen das dann vorgetragen wurde. Da war es dann aus mit dem tränenzurückhalten. Aus dem Lied das ich zu Weihnachten rum geschickt hab „Cinco Siglos igual“ (Fünf Jahrhunderte das Gleiche) wurde dann „Sin Kilian no es igual“ (Ohne Kilian ist es nicht das Gleiche). Gaby meine Chefin hat mit eine Kochkleidung schneidern lassen auf der mein Name und die Flaggen von Peru und Deutschland eingestickt sind. Als letzter hat dann unser anderer Mitfreiwilliger José, mit dem haben wir wirklich alles dieses Jahr erlebt, eine Plakat von sich in Lebensgröße drucken lassen, dass wir ihn uns Zuhause aufhängen können.
Am Freitag kam dann der Abschied im Programm wo ich ein letztes Mal beim Kochen geholfen habe. Immerhin hab ich da das ganze erste halbe Jahr vier Mal die Woche meine Vormittage verbracht. War ne echt schöne Zeit und das Küchenteam hat mich auch nicht gerne gehen lassen.
Der letzte Abend sollte dann die Hochzeit meiner besten peruanischen Freundin sein. Das war dann noch mal ein echtes Highlight, eine südamerikanisch Hochzeit. Da konnte ich dann mit meinem geliehenen, viel zu großen Anzug und den schwarzen Sportschuhen nicht ganz mit den sehr aufwenig gestylten Mädels mithalten. Nach der kirchlichen Trauung die leider ein wenig von einem leicht fanatischen Pfarrer überschattet wurde gings dann zur Feier. Wie das sein muss wurde ausreichen getanzt und getrunken. Um vier durfte ich mir dann von der auch schon leicht geschafften Braut anhören das wir nicht genug trinken, von den 40 gekauften Bierkisten waren nämlich erst 35 getrunken und wir sollten eigentlich schon um 3 Uhr das Lokal verlassen. Man muss aber mal erwähnen was da jeder einzelne Gast geleistet hat. Da ist nämlich nicht einfach am Tisch sitzen bleiben!!! Da tanzt Jung mit Alt, Dick mit Dünn und Freiwillige mit den Schwiegereltern. Danzu steht an jedem Tisch immer einen sich magisch wieder auffüllender Bierhumpen aus dem dann jeder mit kleinen Gläsern trinkt, dass man auch ja nicht weis wie viel man schon intus hat. Ein echter Sport dieser Abend. Irgendwann hat mir aber ein echter Profi erklärt wie so Peruaner so trinkfest sind, sie tanzen den Alkohol einfach raus. Das hat gestimmt, ich musste den ganzen Abend nur zwei Mal aufs Klo.
Um 4 ging es dann zur Braut nach Hause wo es das übrige Essen und die 5 restlichen Kisten Bier gab. Da gings dann langsam ans Eingemachte. Um 8 Uhr in der Früh bin ich schließlich direkt von der Feier zum Flughafen und hab im Anzug zwei französische Freiwillige verabschiedet.
Gestern Abend gings dann mit dem Bus nach Lima wo ich im Moment im Hostal meine letzte Rundmail schreibe.

Wenn ich das ganze Jahr so betrachte, dann ist der beste Vergleich wohl der Film „Willkommen bei den Sties“. Da wird ein Polizist in den Norden von Frankreich versetzt von dem man sich nur das Schlimmste erzählt. Auf den ersten Blick schienen sich diese Befürchtungen alle zu bestätigen, aber mit der Zeit hat er die Leute zu lieben gelernt. Einer sagte dann mal zu ihm: „Hier weint man immer zwei mal, einmal wenn man kommt und ein mal wenn man wieder gehen gehen muss.“
In der Rückschau muss ich dann ganz ehrlich sagen, dass es eigentlich gar nicht so schlecht, nervig oder monoton war wie ich es manchmal empfunden hab. So Dinge wie die immer gleiche Musik die mich bestimmt 9 Monate zur Weißglut gebracht haben möchte ich jetzt nicht mehr missen. Nach genügend Tanzstunden hab ichs zu ner echten Form auf der Tanzfläche geschafft. Komisch das man in der Ferne immer nach Hause möchte und dann auf dem Heimweg wieder zurück will. Liegt wohl in der Natur der Sache.
Vielen Dank für das lesen meiner Rundmails und die tollen Rückmeldungen während dem ganzen Jahr. Auch den Spenden sei noch mal gedankt. Mit dem Geld was noch übrig ist wird die Arbeit in La Tortuga weiter geführt werden.

Nun kommt noch mal mein Vater und mein Freund Sigi mit denen ich mir noch den Süden von Peru anschauen werde um dann am 8.9. wieder nach Hause zu kommen.

Liebe Grüße
Kilian

*Der obligatorische Webeblock zum Schluss: *
Ich leiste meinen Zivildienst (Anderer Dienst im Ausland) von Juli 2010
bis August 2011 in Peru ab. Ich werde in der Stadt Piura
(320.000 Einwohner) ganz im Norden und in Küstennähe bei einer
Gastfamilien wohnen. Das Projekt in dem ich Helfen werde
kümmert sich im weitesten Sinne im Kinder und Jugendliche. Von der
Hausaufgabenbetreuung über gemeinsame Ausflüge mit
den Kids bis zu einem ganzen Ausbildungsprogramm. Dort kann Frisör,
Koch, Schneider und Mechaniker gelernt werden.
Wem nun meine Arbeit hier gefällt, der kann etwas Spenden. Hier für gibt es ein
eigens für mich eingerichtetes Spendenkonto bei dem man auch eine
Spendenquittung erhält wenn man bei der Überweisung
seine Adresse angibt. Ich selber habe darauf jedoch keinen Zugriff!

Kontoinhaber:Jesuitenmission Nürnberg
Spendenkonto 5 115 582
Liga Bank, BLZ 750 903 00
Verwendungszweck: X38109 Kilian Lenz Peru

Für künftige Spenden meinen aller herzlichsten Dank.

Gut angekommen!

Dienstag, 12. Juli 2011

Liebe Freunde und Interessierte,
am Sonntag ging die Reise los. Abends bin ich sicher in Dar es Salaam gelandet. Vom Flughafen wurde ich abgeholt und sehr herzlich empfangen.
Nun bin ich zwar erst den dritten Tag hier (obwohl man den Sonntag eigentlich nicht richtig dazuzaehlen kann) aber langsam komme ich an. Es ist nicht mehr alles so fremd und an das Klima habe ich mich auch schon gewoehnt.
Ausserdem habe ich schon einiges gesehen, ich war in der Gemeinde von den Jesuiten hier, bei denen ich auch netterweise leben darf, und war schon in einem Gottesdienst, bei dem sieben Kinder getauft wurden. Die Menschen hier sind wirklich sehr nett und offen fuer einen, sie sind, obwohl sie nicht viel besitzen, sehr gastfreundlich und haben Zeit, wenn man was braucht.
Morgen zeigt mit Pater Vitus noch Dar, da freue ich mich schon. Am Donnerstag geht es dann wahrscheinlich nach Dodoma, da bin ich auch schon sehr gespannt.
Also dann, macht es gut!
Und ich freue mich sehr ueber eure Unterstuetzung, ob in Gedanken oder finanziell! Asante sana!
Liebe Gruesse, eure Nelly

Spendenkonto:
Jesuitenmission
Liga Bank, Konto-Nr.: 5115582, BLZ: 75090300
Verwendungszweck: X38127 Meister
(Bei Angabe der Adresse wird eine Spendenquittung und ein weltweit-Heft von der Jesuitenmission zugesandt.)