Als wir am Sonntag mit Christkönig das Ende des Kirchenjahres erreichten, wurde mir einmal mehr bewusst, dass das Jahr fast um ist. Damit wäre mein Einsatz in Uganda schon fast um. Doch das ist nicht so und es wird Zeit, dass ich Euch und Sie über meine neuen Pläne informiere:
Meine Berichte und meine Bilder lassen erkennen – das glaube ich zumindest-, dass ich mich in Gulu und Uganda wohlfühle. Deshalb werde ich noch ein paar Monate länger bleiben und komme erst Ende Mai wieder nach Deutschland. Die Zeit und meinen Einsatz werde ich ab Januar der Schule der Jesuiten widmen, dem Ocer Campion Jesuit College in Unyama bei Gulu. Seit April bin ich dort schon einmal wöchentlich tätig: ich unterrichte die Arbeiter und Arbeiterinnen, die die Schule bauen in Mathematik. Ich sehe wie die Gebäude Stück für Stück wachsen. Es wäre zu schade die Eröffnung im Februar zu verpassen! Meine Erfahrungen aus fast sieben Jahren Schulnahe Jugendarbeit scheinen mir an dem Ort gerade richtig und auch gefragt.
Im Moment freue ich mich, dass noch ein halbes Jahr Uganda vor mir liegt! Und gewiss freue ich mich auch auf ein Wiedersehen zu Hause. Der Temperaturunterschied wird für mich im Mai auch weniger krass sein als im Januar
Ich hoffe von Lagerfeuerabenden in Uganda nahtlos zu Grillabenden in Deutschland switchen kann.

Ein herzliches Dankeschön sende ich Euch und Ihnen, die mich finanziell unterstützen! Danke allen, die mich monatlich unterstützen, danke für Kocheinsatz und Kollekte, danke für Verzicht aufs Geburtstagsgeschenk und danke für jede einmalige Spende! Heute kann ich mitteilen, dass ich etwas Praktisches mit dem Geld anschaffen werde. Im Klassenraum für die Arbeiter/innen von ‘Ocer’ haben wir noch keine richtigen Möbel. Das Heft auf den Knien wird geschrieben oder gerechnet. Ich möchte Tische und Bänke fertigen lassen, damit noch mehr Lernatmosphäre aufkommt. Das Tolle ist nämlich, dass die Männer und Frauen das Unterrichtsangebot wirklich schätzen und lernen wollen. Die meisten haben ihre Schulkarriere irgendwann innerhalb der sieben Grundschuljahre abgebrochen. Das Unterrichten der Erwachsenen macht mir viel Freude. Ich bereite Gruppenarbeiten vor und freue mich, wenn alle Aufgaben verteilt und verstanden sind und Stille im Klassenraum einkehrt und alle eifrig an ihrer Aufgabe schaffen.
Viele Grüße aus Gulu
Beate