Archiv für Juli 2009

Ein paar Neuigkeiten aus Südindien

Freitag, 31. Juli 2009

Kinder_IndienLiebe Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte,

wer moechte, kann im Anhang heute wieder ein paar Zeilen von mir aus Indien lesen.

Viel Freude damit und bis bald,

Ihr / Euer
Johannes

Kurze+Neuigkeiten+aus+Indien_Juli

Letzte tansanische Grüße

Donnerstag, 23. Juli 2009

martina-apfelbeck-blogHabari zenu?

Natumaini nzuri sana! Nimefurahi sana marafiki wote kuwaona.

Wie die Zeit doch vergeht und dabei kann ich mich noch so gut an den Tag erinnern, an dem ich mein erstes Rundmail aus Dodoma schrieb, lang ists her…

Habt ein letztes Mal Anteil an meinem Leben hier, oder doch erst ein vorletztes Mal, denn fuer ein Schlussresuemee ist es wohl noch zu frueh. Aber jede Minute, die ich mit den Menschen hier verbringe, besonders mit ‘meinen’ Kindern im Waisenhaus, zeigt mir, dass es richtig war, hierhergekommen zu sein. Ich geniesse grad ganz viele wunderschoene Momente in vielen Begegnungen, die sich im Laufe des Jahres einfach intensiviert haben.

Eine Begebenheit, die die tansanische Kultur wohl sehr gut beschreibt, moechte ich Euch noch kurz schildern:

Mr Mbonea, der Musiklehrer der St. Ignatius – Grundschule bat mich um meine Gitarre. Er weiss dass ich eine habe, weil er an einem Communityabend mal drauf gespielt hat. Zur Vorbereitung des St. Ignatius – Tags, ein grosses Schulfest, wuerde er gern meine Gitarre nutzen. Weil ich an dem Nachmittag, an dem er kommen wollte, in der Stadt unterwegs war, vereinbarten wir telefonisch, dass er am naechsten Morgen vor der Schule kommen wird. Das bedeutet so ungefaehr um 7 Uhr. Genau an diesem Abend unterhielt ich mich mit unserem Mitbewohner Maurice (siehe Anhang) bis um 3 Uhr morgens. Kurz nach 7 Uhr stand dann Mr Mbonea vor der Tuer. In Deutschland wuerde ich ihm einfach die Gitarre geben und Auf Wiedersehen sagen. Hier fragte ich, ob er reinkommen wolle und eine Tasse Tee trinken wolle. Ja und auch einen Toast lehnte er nicht ab. Das ganze Fruehstueck verzehrte er dabei in einem Eiltempo, weil er eben eigentlich keine Zeit hatte, sondern zur Schule musste. Aber die tansanische Hoeflichkeit verbietet das NEIN. Und ich waere ja eigentlich auch lieber gleich wieder ins Bett gegangen, aber auch die Niederbayerin Martina hat sich schon etwas von der tansanischen Hoeflichkeit angeeignet. Ich sag es Euch. Manchmal ist mir die deutsche Ehrlichkeit schon lieber, obwohl ich ansonsten und ausgeschlafen die tansanische Gastfreundschaft schon sehr geniesse und zwar sowohl als Gast als auch als Gastgeberin.

So, nun aber viel Spass mit dem letzten Kapitel des Martina-Maerchens. Waere ja interessant, wer von Euch sich durch das ganze Buch gelesen hat…

Bis ganz bald und viele viele Gruesse aus dem wunderbaren Dodoma, wo die kalten Naechte auch schon wieder der Vergangenheit angehoeren. Wir haben wieder richtiges Biergartenwetter und auch tagsueber ist es wieder recht heiss, aber momentan windig ohne Ende. Da macht das Radfahren Spass!

Eure Martina

Und hier der letzte Rundbrief von Martina:  Juli 2009

Kulturelle Erlebnisse im Acholiland

Montag, 20. Juli 2009

BR_AcholiUrii maber? Amot wu!

Als Volunteer kam ich nicht zum Mitarbeiten, zum Mitglauben und zum Mitleben nach Gulu. So mache ich als Freiwillige auch viele kulturelle Erfahrungen. Heute will ich berichten, welche ernsthaften Versuche ich unternehme eine „Acholi matar“ – eine „weiße Acholi“ – zu werden!

Ich habe Sprachunterricht ein- oder zweimal die Woche, je nachdem wie meine Lehrerin oder ich Zeit haben. Sie ist eine pensionierte Grundschullehrerin, die mir die Kuriositäten der Acholisprache beibringt. Neben dem Unterricht versuche ich mehr und mehr Acholi zu sprechen. Dabei verstehe ich die echten Acholis oft nicht, da alles wie ein einziger langer Wortwurm klingt und es mir nach wie vor schwer fällt den „Wurm“ in Worte zu teilen. Zudem ist „Leb“ Acholi a) verwirrend und b) herrlichst bildhaft:

  • Ot yat“ ist eine Klinik oder auch eine Apotheke. Nun lernte ich, „yat“ ist ein Baum. Und gibt es da eine Verbindung? Na klar, denn Medizin wird aus allen möglichen Teilen eines Baumes gemacht. Also: Ein „Baumhaus“ ist ein Krankenhaus!
  • Haus + Lesen = Schule, eine schöne sprachliche Addition, in Acholi: „gang kwan
  • Mit „iya yum“ oder „cwinya yum“ sage ich, dass ich glücklich bin, wobei ich eigentlich sage, dass mein Bauch oder mein Herz das fühlt.
  • Und wie sage ich, dass ich Hunger habe? „Kec oneka“, wörtlich übersetzt: Hunger tötet mich!
  • Mein jüngstes Lieblingsbeispiel ist „kwero“: Wenn ich das e wie ein e ausspreche, rede ich übers Feiern. Wenn ich es hingegen wie ein ä betone, bin ich dabei etwas zu verweigern. Leider stimmt das gerade tatsächlich für Menschen in einigen Regionen Ugandas. Erste Lebensmitteltransporte sind schon in die Gegenden gesendet worden.
  • Schön finde ich, dass atmen, Pause und Ferien das gleiche Wort sind „yweyo“. Dass es gleichzeitig auch „kehren/ fegen“ bedeutet, erschließt sich mir nicht.
  • Leb“ ist Sprache und Zunge, das ist tatsächlich logisch!

Vor allem die Frauen haben mich gelehrt, wie ich als Acholi am Boden zu sitzen habe: Die Beine lang ausgestreckt oder seitlich angewinkelt. Kein Schneidersitz und schon gar nicht aufgestellt, was ich natürlich bevorzugen würde.

Das Training, das mir am meisten Spaß macht, ist Wasser tragen. Frauen und Mädchen können alles Mögliche auf dem Kopf balancieren und tragen. Die Bilder, die wir davon im Kopf haben, sind diesmal tatsächlich echt. Ich übe mit dem 5-Liter-Kanister, den ich liebevoll „Baby-Jerrican“ nenne. Dreijährige beginnen mit dem 3-Liter. Ihr könnt Euch denken, alle lachen mit mir. Doch ich mache Fortschritte und kann das Ding schon fast eine Sekunde frei balancieren und habe danach keine Kopfschmerzen ;-) Meine Lehrerinnen sind Kinder, die hier auf dem Gelände leben: die Ältere kann den 20-Liter-Jerrican frei tragen und die Jüngere schafft schon die 10 und braucht wie ich noch die Hände. Wenn sie zum Wasserholen an den Brunnen kommen und ich Zeit habe, wird geübt.

Sonnige Grüße aus dem Acholiland sendet Beate Ringwald

Fotos aus Simbabwe

Montag, 20. Juli 2009

Foto Magdalene SimbabweHallo zusammen!

Jetzt sind auf meiner Homeppage auch ein paar Bilder zu sehen: http://magdalene-in-simbabwe.jimdo.com/bilder/

Ich hoffe es folgen noch viele weitere Bilder. Die richtige Auswahl zu treffen ist nicht immer ganz leicht.  Zu den Bildern gibt es viel mehr zu erzählen, als man dazu schreiben kann….

So sind z.B. die alten Landcruiser so klapprig, das die Türen von Innen mit Seilen zugehalten werden um nicht während der Fahrt auf zu gehen. Um nur ein Beispiel zu nennen.

Letzte Woche war in Chinhoyi eine Chorwettsingen. St. Ruperts trat mit 13 Sängerinnen und Sängern gegen andere Gemeinden mit 30 oder mehr Sängern an. Es ist toll diese Möglichkeit zu bekommen sich zu präsentieren und nicht nur “die Missionsstation im Busch” zu sein.

Es grüßt ganz herzlich aus Simbabwe

die Magdalene

Rundbrief Nr.2 aus Tansania!

Montag, 20. Juli 2009

Microsoft Word - Rundmail Nr.2.docHabari za jioni!?

Karibu sana zur zweiten Rundmail! Mir geht sehr gut und die Zeit vergeht wie im Fluge. Jeder Tag birgt etwas Neues in sich, mehr darueber koennt Ihr im Anhang lesen. Der Rundbrief ist mal wieder etwas laenger geworden, aber vielleicht findet Ihr ja Zeit zum lesen.
Ich hoffe Euch geht es allen mindestens genauso gut im fernen Deutschland wie mir hier im schoenen Dodoma und Ihr koennt den Sommer geniessen.
Jioni njema – einen schoenen Abend wuensche ich Euch und ein erholsames Wochenende. Ich darf morgen das erste Mal nach wirklich langer Zeit mal wieder ausschlafen und freue mich schon sehr darauf. Bin doch mittlerweile sehr muede…

Es gruesst Euch Eure glueckliche Teresa :-)

Hier ist Teresas zweiter Rundbrief: Rundmail Nr.2!